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Jungtiere erobern den Zoo

Pressemitteilung vom 04.04.2014

Mit dem Frühlingsbeginn stellte sich im Magdeburger Zoo wieder reichlich Nachwuchs ein, der nun die Gehege und Außenbereiche erobert. Für Zoobesucher ergeben sich dadurch zurzeit beste Chancen zur Beobachtung der Jungtiere, die unter den schützenden Blicken der Eltern ihre Umgebung erkunden. 

Das am 10.1.2014 geborene Spießbock-Weibchen galoppiert bereits mit übermütigen Bocksprüngen über die Savannenlandschaft inmitten des Magdeburger Zoos. Die Eingewöhnug des neuen Herdenmitglieds muss mit viel Fingerspitzengefühl erfolgen, leben doch auf der großen Anlage die Südafrikanischen Spießböcke in Vergesellschaftung mit zahlreichen anderen afrikanischen Tieren, wie z.B. Zebras, Defassa-Wasserböcken, Blessböcken und Marabus. Da kann es schon einmal vorkommen, dass einem Wasserbock oder Zebra der Sinn danach steht, den Neuankömmling mit einer kleinen Jagd in die Schranken zu weisen. Die äußerst wachsame Mutter "Melli" ist jedoch immer in der Nähe und bietet schützende Zuflucht. Stehen Jungtier und Mutter beieinander, kann der Beobachter sehr schön die sandfarbene Babyfärbung des Jungtiers von der eher grauen Fellfärbung des erwachsenen Tiers unterscheiden. Ansätze der besonders auffälligen schwarz-weißen Gesichtsmaske sind jedoch auch schon beim Jungtier zu erkennen. Nach längerer Zuchtpause hofft der Magdeburger Zoo nun auf einen erfolgreichen Neubeginn der Spießbock-Zucht, auch ein neuer Bock soll in Zukunft die Magdeburger Herde wieder verstärken. Das junge Spießbock-Weibchen kam schon als Halbwaise zur Welt, Vater Robin verstarb leider bereits im Spätherbst 2013. 

Erfreulicherweise ist auch bei den Zweifarbtamarinen erneut Nachwuchs zu beobachten. Das am 6.3.2014 geborene Jungtier ist meist auf dem Rücken von Vater "Diego" (geb. 4.7.2007 in Mulhouse/Frankreich, seit 19.2.2009 in Magdeburg) unterwegs. Krallenaffenväter sind sehr fürsorglich und spielen im wahrsten Sinne des Wortes die "tragende Rolle" bei der Aufzucht. Zum Säugen übergibt der Affenvater seinen Pflegling dann an Mutter "Ticuna" (geb. 1.5.2008 in Apenheul Apeldoorn/ Niederlande, seit 19.8.2010 in Magdeburg). Zweifarbtamarine sind in der Zucht sehr sensibel. Tatsächlich ist der Magdeburger Zoo derzeit der einzige deutsche Zoo, der regelmäßig Nachwuchs bei dieser stark bedrohten Krallenaffenart verzeichnen kann. Alle weltweit in Menschenobhut gepflegten Zweifarbtamarine gehören ihrem ursprünglichen Heimatland Brasilien, auch wenn sie schon seit Generationen in Zoos geboren wurden. 

Last but not least erkundet auch bei den Weißschwanzstachelschweinen der seit längerer Zeit erste weibliche Nachwuchs das Gehege. Das am 14.2.2014 geborene Jungtier wird von Mutter „Angie“ und, sehr stachelschweintypisch, auch von Vater „Hajo“ liebevoll umsorgt. Die Natur denkt mit: Bei Stachelschweinen sind die Stacheln bei der Geburt noch besonders weich und härten erst nach etwa 10 Tagen aus.

Foto 1: Spießbock-Jungtier mit Mutter (Foto: C. Albrecht / Zoo Magdeburg)
Foto 2: Jungtier Zweifarbtamarin (Foto: Claudia Franke)
Foto 3: Jungtier Weißschwanzstachelschwein (Foto: C. Albrecht / Zoo Magdeburg)

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