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Verrückte Hühner neu im Zoo:

Von Vögeln mit Ohren und nackten Hälsen

Pressemitteilung vom 03.12.2015

Die Federohren der Blauen Ohrfasane verleihen diesen hübschen Tieren einen vorwitzigen Ausdruck, doch für die Funktion des Höhrens sind sie nicht gedacht. Die namensgebenden Federgebilde stellen ein spezifisches Erkennungsmerkmal für Artgenossen dar. Die wahren Gehörgänge verstecken sich wie bei anderen Vögeln unter dem Federkleid. Ein Pärchen Blauer Ohrfasane können Zoobesucher seit Kurzem in Vergesellschaftung mit den elsterartigen Rotschnabel-Kittas des Magdeburger Zoos besonders gut beobachten, ist diese Fasanenart doch für ihr ruhiges, zutrauliches und neugieriges Wesen bekannt. Die in diesem Jahr geschlüpften Tiere erhielt der Magdeburger Zoo aus der Fasanerie Möller in Erfurt. 

Nackthalshühner sind ein besonders auffälliges Beispiel für die Zuchtleistung des Menschen und sein Vermögen, aus den ursprünglichen Stammformen der Haustiere durch Genverschiebung und Zuchtwahl eine unglaubliche Vielfalt neuer Rassen hervorzubringen. Diese Haustierrasse mit ihrem auffallend roten, unbefiederten Hals entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Rumänien. Eine gewisse Erleichterung beim nötigen Rupfen der Nutztiere wird dem Ursprung der fehlenden Federn zugeschrieben. Nebenbei bringt der nackte Hals der recht kälteresistenten Hühnerrasse auch in wärmeren Gebieten Vorteile bei der Temperaturregulierung. Die neue Nackthalshuhn-Gruppe, bestehend aus einem Männchen und fünf Weibchen, erhielt der Magdeburger Zoo von einer Kleintierzüchterin aus Mansfeld-Südharz - ein gutes Beispiel für vielfältige Zusammenarbeit des Zoos mit Privathaltern. Der Hahn ist Sohn des Sachsensiegers 2014.

Blauer Ohrfasan im Magdeburger Zoo (Foto: C. Albrecht)
Blauer Ohrfasan im Magdeburger Zoo (Foto: C. Albrecht)
Nackthalshuhn

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