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Große Trauer im Zoo: Schimpansenchef „Karlchen“ gestorben

Pressemitteilung vom 02.08.2016

"Wir sind unendlich traurig über den plötzlichen Tod von Karlchen", äußerte sich Zoodirektor Dr. Kai Perret heute auch im Namen des gesamten Zooteams. "Karlchen", der 1979 im Allwetterzoo Münster geboren ist, hatte mehr als zwei Jahrzehnte dort die sog. "Alphaposition" inne und führte souverän die Gruppe nicht nur in Münster, sondern seit dem Umzug nach Magdeburg auch zwei Jahre in unserem Zoo. 

"Karlchen" ist am 1.08. in der Nacht auf Dienstag gestorben. Tierpfleger fanden ihn heute früh, wie schlafend in seinem Nest auf der Innenanlage. Genaueres werden wir erst erfahren, wenn Karlchen von Spezialisten des IZW (Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Berlin) untersucht worden ist", so Dr. Perret. Mit 37 Jahren war Karlchen noch im besten Alter, denn Schimpansen können durchaus über 50 Jahre alt werden. Die entscheidende Todesursache wird wohl seine Herzerkrankung gewesen sein. Dr. Perret kannte "Karlchen" seit 20 Jahren noch aus seiner Münsteraner Zeit als Assistent im Allwetterzoo. "Für mich persönlich ist es ein schmerzlicher Abschied von einem ganz besonderen Schimpansen. "Karlchen" begleitete mich fast mein ganzes bisherige Berufsleben. Ich bin sehr, sehr traurig", so Dr. Perret. 

Nach dem Verlust gilt es nun verstärkt die Gruppe zu beobachten und welche neuen Konstellationen sich ergeben. Der Verlust des Gruppenchefs wird wohlmöglich eine Dynamik ergeben, die heute noch nicht absehbar ist. Wer übernimmt die Position von "Karlchen", wer hat den meisten Rückhalt in der Gruppe? 

Schimpanse Karlchen und Zoodirektor Dr. Kai Perret
Karlchen

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