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Mandrillhaus eröffnet: Zentralafrikanische Primatenarten ergänzen Magdeburger "Affenwelt"

Pressemitteilung vom 21.07.2016   

Der farbenprächtige Mandrillmann „Ebevu“ ist der auffälligste Neuling im heute eröffneten Mandrillhaus. „Mit seiner imposanten Erscheinung und ruhigen Ausstrahlung ist er der „Chef“ der aus dem Allwetterzoo Münster kommenden 11-köpfigen Mandrillgruppe. Vom Allwetterzoo Münster ging die neue Tiergruppe quasi direkt in die neue „Allwetteranlage“ des Zoo Magdeburg.  Wetterunabhängig bietet die urwaldähnlich gestaltete neue Anlage eine optimale Erlebniswelt für Mensch und Tier. Vergrößerte Innenräume für Mandrills ermöglichen, dass diese Backenfurchenpaviane auch im Winter im Schaubereich zu beobachten sind. Vor fünf Wochen bekam die Mandrill-Familie in Magdeburg sogar schon Nachwuchs“, freut sich der Zoodirektor Dr. Kai Perret. Mit der Umgestaltung des alten Menschenaffenhauses zu einer Anlage für zentralafrikanische Primaten sei auch die gesamte evolutive Bandbreite der Entwicklungsstufen - von Tieraffen, Lemuren bis hin zu den Menschenaffen - wie auf einer Perlenkette aufgereiht, auf dem Zoorundgang nachvollziehbar. Das Mandrillhaus wurde zudem als integrativer Bestandteil des Zoorundganges angelegt und soll die Verweildauer der Besucher im Zoo steigern. Tiergärtnerisch wurden einige Tierarten ausgewählt, die es im Zoo Magdeburg bisher nicht zu sehen gab. Die Quastenstachler, Grautokos, Goldbauchmangaben, Lady-Ross-Turakos und Kräuselhauben-Perlhühner gehören zu den weiteren tierischen Neulingen und neuen Bewohnern des Mandrillhauses. Ein ganz neuer Blick bietet sich dem Besucher vom Mandrillhaus auf die Flamingoanlage. Mit dem „Spiegeltrick“ – die Flamingos merken einerseits nicht, dass Besucher hinter der Scheibe stehen und andererseits sehen die Flamingos die Spiegelbilder ihrer Artgenossen, was ihr Kolonieverhalten fördert – ergeben sich besonders tierisch nahe Einblicke. Ganz nah rücken die Schlammkegel in den Blickwinkel des Besuchers und er kann sehr genau das Brutgeschäft der Flamingos beobachten. Neue Bewohner dieser naturnahen Anlage sind die auf dem afrikanischen Kontinent (außer Nordafrika) beheimateten Sporengänse. 

Das Mandrillhaus ist nicht nur ein Kletterparadies für die verschiedenen Affenarten, der Naturboden bietet die Möglichkeit, Futter zu verstreuen und dient somit auch der weiteren Tierbeschäftigung. Horizontale und vertikale Perspektivwechsel gewähren dem Besucher ungewöhnliche Einblicke in die Tieranlagen. Der beliebte Turm des alten Menschenaffenhauses blieb erhalten, der Besuchersteg wurde erneuert und angepasst an die Anlage für die Goldbauchmangaben. Diese deutschlandweit nur in Magdeburg zu beobachtende Affenart ist eine Leihgabe des Zoo Wuppertal. In Augenhöhe kann man den baumbewohnenden Goldbauchmangaben gegenüberstehen und dabei vielleicht auch einmal entdecken, wie die Affen ihre Kopfhaut zurückziehen und die weißen Augenlider mit Signalwirkung erkennbar werden, um Artgenossen einzuschüchtern.

Eine 11-köpfige Mandrillgruppe bewohnt das neue Mandrillhaus.

Projektdaten

  • Gesamt-Inverstitionskosten: 560.000 Euro
  • Schauanlagen für Mandrills: 260 Quadratmeter Fläche
  • Goldbauchmangaben-Anlage: 122 Quadratmeter Fläche
  • Vogelvoliere: 32 Quadratmeter Fläche
  • Nordafrikanische Zwergmeerkatzen-Anlage: 20 Quadratmeter Fläche

Bewohner des Mandrillhauses

  • 6 adulte Mandrills: ein Männchen „Ebevu“, fünf Weibchen „Numbie“,„Gambia“,„Nema“, „Njala“, „Ndjemena“ und 5 Jungtiere
  • 4 Goldbauchmangaben: ein Männchen „Igor“, drei Weibchen „Silke“, „Lula“,„Bunja“
  • 4 Nördliche Zwergmeerkatzen: zwei Männchen, zwei Weibchen
  • 2 Quastenstachler (ein Männchen, ein Weibchen)
  • 2 Buschschliefer (ein Männchen, ein Weibchen)
  • ein Paar Lady-Ross-Turakos
  • ein Männchen, drei Weibchen Kreuselhaubenperlhühner

   

Kontakt

Für Rückfragen steht Ihnen gern unsere Pressesprecherin Regina Jembere unter 0391 28090-2510 zur Verfügung.