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Sieben Gundis auf einen Streich!

Pressemitteilung vom 10.11.2017

Im großen Wüstenterrarium des Nashornhauses ist für kalte Wintertage herzerwärmendes Leben eingezogen. Gleich sieben Gundis - putzige Nager aus den Bergen des Hohen Atlas in Tunesien, Marokko und Algerien stammend - kamen in der vergangenen Woche in den Zoo Magdeburg. Die drei Männchen und vier Weibchen dieser an extreme Trockenheit angepassten Art, die sämtliches Wasser aus ihrer kargen Pflanzennahrung zieht, wurden allerdings nicht in Nordafrika sondern im mittelenglischen Cotswold Wildlife Park and Gardens geboren. Mit der quirligen Truppe soll nun auch hier eine Zucht dieser außergewöhnlichen Kleintiere begonnen werden, was durch die Koordinatorin des Europäischen Zuchtbuchs für den Gundi aus dem Aquazoo Düsseldorf vorbereitet wurde. Die auch „Kammfinger“ genannten Tiere entzücken besonders durch ihr demonstratives Putzverhalten, bei denen die mit kammartigen Borsten versehenen Hinterpfoten immer wieder in hoher Geschwindigkeit durch das Fell bürsten, um es von Staub und Sand zu befreien. Dies ist im Freiland auch überlebenswichtig, rettet einen doch nur ein möglichst glattes Gundifell mit Glück aus den Fängen von Goldschakal und Gleitaar. Diese spielen selbstverständlich in der Magdeburger Kleinlandschaft keine Rolle, dafür teilt man sich hier mit Nordafrikanischen Dornschwänzen- pflanzenfressende Echsen mit stachelbewährten Schwänzen- friedlich das Territorium. Anders als viele Kleinsäuger sind Gundis tagaktiv und sonnenliebend, was wir ihnen durch viele Wärmelampen in ihrem Gehege ganzjährig bieten können. Somit können Besucher die zeigefreudigen Fellkugeln, die sich hochsozial gerne in Gruppen unter die Lampe kuscheln, nun in großer Truppe bei ihrem quirligen Zusammenleben beobachten.

Der Einzug der Gundis im großen Warmhaus der Spitzmaulnashörner im Zoo Magdeburg ergänzt die große Tier- und Artenvielfalt. Insgesamt verfügt der Zoo mit Eröffnung des neuen Elefantenhauses nunmehr über fünf Tierhäuser, die auch während der Herbst- und Winterzeit zu einem spannenden und ergebnisreichen Zoobesuch einladen.

Nordafrikanische Nager wuseln durchs Nashornhaus

Kontakt

Für Rückfragen steht Ihnen gern unsere Pressesprecherin Regina Jembere zur Verfügung.

Tel.: 0391 28090-2510