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"David gegen Goliath auf chilenisch" – Historischer Sieg der Humboldt-Pinguine über die Energiewirtschaft

Pressemitteilung vom 29.06.2011

Im März dieses Jahres lief eine Meldung über die Nachrichtenticker, die in Kreisen der Umweltschützer, insbesondere derer, die sich für Pinguine engagieren, für große Erleichterung sorgte. Die Planungen für den Bau eines Kohlekraftwerks an der nordchilenischen Küste, in unmittelbarer Nähe des wichtigsten Schutzgebietes für Humboldt-Pinguine, wurden gestoppt. Damit hatte auch der letzte von insgesamt drei Energiekonzernen seine Kraftwerksprojekte in dieser Region zurückgezogen.

Grund dafür war der massive Protest aus ganz Chile und aller Welt, dem sich auch die chilenische Regierung schlussendlich nicht verschließen konnte. Die „Ehre“ für diesen Sieg des Artenschutzes allerdings gebührt den standhaften Anwohnern zweier kleiner Küstenorte in Nordchile, die allen Widerständen zum Trotz den Kampf gegen die Kraftwerksprojekte über Jahre geführt haben. Es waren einfache Fischer, Bauern und Betreiber von kleinen Tourismus-Unternehmen, die sich gegen den ökologisch wie ökonomischen Unsinn der Kraftwerksprojekte auflehnten und mit großem Mut und viel Geschick an Ende den Sieg über drei große multinationale Konzerne davontrugen.

Da sich der Zoo Magdeburg seit Jahren im Rahmen seiner Aktion Naturschutz für den Erhalt der Humboldt-Pinguine engagiert, ist es uns eine besondere Freude, dass wir dank der Unterstützung des Magdeburger LVM-Servicebüros Carsten Decker & Oliver Leiding die Möglichkeit hatten, die in Santiago de Chile lebende deutsche Fotografin Ulrike Weizsäcker an den Ort des Geschehens zu schicken. Die daraus entstandene Fotoreportage von Björn Encke & Ulrike Weizsäcker erzählt die Geschichte zweier „kleinen gallischen Dörfer“ im Norden Chiles. Sie ist gleichfalls ein Dank an die Menschen, die durch ihr Engagement maßgeblich zur Rettung der Humboldt-Pinguine beigetragen haben.

Die Ausstellung wird im Eingangsgebäude des Zoos präsentiert und kann kostenfrei besucht werden. Bis Ende September ist diese Ausstellung im Zoo Magdeburg zu sehen.