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Kunst trifft Zoo: „ 8 Hörner auf 5 Nasen “ - unsere letzten Nashörner
Pressemitteilung vom 09.05.2011
Der Titel der Tierplastiken - Ausstellung von Andreas Seidel will provozieren und aufrütteln. Der Künstler stellt nicht nur die einzelnen Unterscheidungsmerkmale der fünf Nashornarten vor, er möchte vielmehr ihre derzeitige Bestandssituation ins Bewusstsein der Zoobesucher bringen. Die Ausstellung ist in der ZOOWELLE platziert und soll auch auf das AFRIKA - Wochenende im Zoo einstimmen (21./22.5.).
Von den vielen Nashorn-Arten seit dem Tertiär haben lediglich fünf bis heute überlebt. Ihr Bestand ging innerhalb der letzten Jahrzehnte durch Wilderei und Zerstörung der Lebensräume an die Grenzen der endgültigen Ausrottung. Notwendige Schutzmaßnahmen, Richtlinien zur verbesserten Haltung und auch die Zuchterfolge in Magdeburg tragen dazu bei, dass uns allen dieses urtümliches Erbe erhalten bleibt.
Der Künstler Andreas Seidel ist seit Jahrzehnten dem Zoo verbunden, erfuhr er doch hier seine erste naturkundliche Prägung. Als zoologischer Präparator am Museum für Naturkunde Magdeburg ist er unter anderen mitverantwortlich für das Gestaltungskonzept bei der Umsetzung der neuen Dauerausstellung. So entstanden durch seine Handschrift neben vielen anderen Exponaten zwei Walmodelle in Lebensgröße. Auch in seiner Freizeit geht die Leidenschaft zum Beruf intensiv mit einer künstlerischen Sicht zur korrekten Tierdarstellung über. Basierend dabei ist die Beobachtungsfähigkeit als Grundlage des Naturstudiums. Fundierte Anatomie, Kenntnis über Lebens- und Verhaltensweisen der Tierwelt werden kombiniert mit handwerklicher Fertigkeit und schöpferischer Begabung.
Als Leitbilder seines Schaffens seien hier der Dermoplastiker Herman ter Meer und die Bildhauer August Gaul und Josef Pallenberg genannt. Neben der Künstler-Gilde Haldensleben ist Andreas Seidel auch Mitglied bei den „ANIMALER“, einer Gemeinschaft der renommiertesten Tiermalern Deutschlands. Hierbei fand auch die Nashorn-Gruppe bei verschiedenen Ausstellungen großen Anklang. So zuletzt auch in Enschede in Holland, einem internationalen Wettbewerb für „Wildlifeartists“.
Andreas Seidel leitet den Zoo-Zeichenkurs, der regelmäßig am Dienstagnachmittag stattfindet. Für Jugendliche bietet sich hier die Möglichkeit grafische Übungen und Skizzen zu erarbeiten, die für eine Bewerbung an einer Kunsthochschule notwendig sind. Des Weiteren richtet sich dieser Kurs an gleich gesinnte Menschen, auch ältere, mit abgeschlossenen beruflichen Werdegang, die unter fachkundiger Anleitung vielleicht ein ganz neues Hobby für sich entdecken oder ein schon lang nicht mehr ausgeübtes Talent wieder auffrischen und vertiefen wollen. Interessenten können sich im Zoo unter der Tel. Nr.: 0391/280902555 melden.
