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Farbenprächtige Neuzugänge im Zoo: Arakangas
Pressemitteilung vom 13.10.2011
Sie haben ein auffallendes scharlachrotes Gefiederkleid mit gelben Flügeldeckfedern und leuchtend hellblauen Schwingen – die Arakangas. Schon 1962 gab es diese besondere ausdrucksstarke Papageienart im Zoo Magdeburg. Jetzt möchte der Zoo an die lange Tradition in der Arazucht anknüpfen und hat daher ein Pärchen Arakangas aus dem Jesperhus Zoo/Dänemark geholt. Aus dem belgischen Tierpark Planckendael kommt in Kürze ein weiterer Arakanga hinzu, um ein blutsfremdes Paar zusammenzustellen. Mit den farbenprächtigen Aras sollen außerdem Akzente gesetzt werden – bei den sonstigen bei uns gehaltenen Aras überwiegt der blau-grüne Farbschlag.
Der Arakanga, auch Hellroter Ara genannt, gehört mit einer Länge von 90 Zentimetern und einem Gewicht von 900 bis 1400 g zu den größeren Araarten. Der spitz zulaufende Schwanz ist länger als der Rumpf. Der gelblichweiße Krummschnabel ist seitlich von faltiger, nackter, hellrosa-weißlicher Haut umgrenzt, die auch die Augen umrandet. Zwei Zehen zeigen nach vorn und zwei nach hinten. Das hat seinen Sinn. Die Krallen sind Greifwerkzeuge. Als wahre Kletterkünstler nehmen die Arakangas ihren Schnabel zur Hilfe. Er dient ihnen als Allround-Werkzeug und als wirksame Waffe bei einer Bedrohung. Der Arakanga ist in den Regenwäldern von Ostmexiko bis Brasilien heimisch. In Zentralamerika verehren die Indios diesen großen Vogel als Zeichen der Sonne, da der Arakanga kräftig leuchtende Farben in ziegelrot, gelb und blau aufweist. In vielen Vorkommensgebieten wurden die Arakangas durch Fang und Vernichtung der Lebensräume bereits stark dezimiert. Nur in einigen Gebieten gibt es bisher strenge Schutzmaßnahmen.


