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Regina Jembere
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„Kiesgruben – Paradies aus zweiter Hand“
Pressemitteilung vom 20.10.2011
Wer genauer hinschaut, entdeckt in der Magdeburger Umgebung zahlreiche Abbaugebiete. Doch was passiert mit den ehemaligen Gruben? Dank Renaturierung finden hier viele, teilweise vertriebene, aber auch neue Arten ein Zuhause.
Der Rohstoffabbau und die intensive Landwirtschaft sind für den Menschen lebensnotwendig, vielen Arten nehmen sie jedoch ihren natürlichen Lebensraum – so auch in der Magdeburger Börde. Durch den Abbau von Kies, Sand und Felsblöcken sind in der letzten Zeit zahlreiche Abraumgebiete entstanden. Diese bieten durch eine weitsichtige Nachnutzung und Rekultivierung eine ideale Möglichkeit, wertvolle Ersatzbiotope für die heimischen Arten zu schaffen und die Vielfalt so zu erhalten.
Offene Sand- und Kiesflächen waren im früheren unberührten Flussverlauf der Elbe keine Seltenheit. Viele Pionierarten, also Erstbesiedler, zeichnen sich durch unterschiedliche Anpassungsstrategien zur Neubesiedlung frei geschwemmter Uferflächen aus. Tief- und Flachwasserzonen, wechselfeuchte Gebiete und Trockenrasenflächen sind integriert auf engsten Raum.
In seinem Dia-Vortrag gibt Andreas Seidel, Zoologischer Präparator des Museums für Naturkunde in Magdeburg, einen interessanten Einblick in dieses Paradies aus zweiter Hand im Wechselspiel der Jahreszeiten.
Der Vortrag findet am 27. Oktober um 18 Uhr in der Zoowelle (Zooallee 1) statt und ist kostenfrei.
