Kontakt
Bei Presseanfragen steht Ihnen unsere Pressesprecherin zur Verfügung:
Regina Jembere
Tel.: 0391 - 280 90 25 10
E-Mail: jembere@zoo-magdeburg.de
Zoo unterstützt Forschungsprojekt
Pressemitteilung vom 28.10.2011
Die Magdeburger Luchsdame „Cora“ schlief etwa eine Stunde und dies nicht auf Grund des trüben Novemberwetters. Sie schlief für die wissenschaftlichen Untersuchungen des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Im Rahmen des Luchsprojektes untersuchte Johanna Painer, Doktorandin am IZW, den Fortpflanzungsstatus der zuchterfahrenen Luchsdame. Hierzu wurde das Tier von Zootierarzt Dr. Pierre Grothmann narkotisiert. Fast wie beim Frauenarzt erfolgte dann eine Ultraschalluntersuchung der Nieren, Eierstöcke und der Gebärmutter, jeweils eine Urin- und Blutabnahme sowie ein Vaginalabstrich. Bei Luchsen „ticken“ die Hormone etwas anders als bei anderen Tieren, so dass Weibchen nur einmal im Jahr trächtig werden können. Um diesen speziellen Reproduktionszyklus besser zu verstehen, werden Eurasische Luchse verschiedener Zoos und auch Wildtiere in Norwegen untersucht. Nutzen will man dieses Wissen bei der Schwesternart, dem Pardelluchs (auch Iberischer Luchs genannt). Diese ist akut vom Aussterben bedroht und kommt nur noch mit ca. 250 Exemplaren in Spanien in der Sierra Morena und im Doñana-Nationalpark vor. Seit 2002 gibt es dort ein Zuchtprogramm für den Pardelluchs.
Weitere Infos unter:
http://www.izw-berlin.de/luchs/index.php/das-luchsprojekt.html
