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Schwere Verluste durch Hagelschlag - Zoo Magdeburg nimmt 40 verletzte Kiebitze auf
Pressemitteilung vom 16.09.2011
Ein trauriges Bild bot sich den Mitarbeitern des Zoo Magdeburgs, die ihren Feierabend für eine besondere Hilfsaktion nutzten:
Auf einem Rübenfeld an der A14/ Nähe Könnern war der Acker geradezu übersät mit toten Kiebitzen. Von den Kollegen des Bernburger Tiergartens war man auf diese Opfer des extremen Unwetters am vergangenen Sonntag aufmerksam gemacht worden und versuchte nun zu retten, was noch zu retten war. Denn zwischen den buchstäblich vom Hagel erschlagenen Kadavern fanden sich immer wieder auch mobile, leicht verletzte Tiere, die zwar noch recht schnell laufen, nicht aber fliegen konnten. Diese geschwächten Vögel, die zwar reparable Beeinträchtigungen aufweisen, diese im Freiland aber kaum überstehen würden, galt es aufzusammeln. In Treiberketten, unterbrochen von kurzen Sprints, denn auch laufend bewegen sich Kiebitze noch recht flott, wurden so 40 Tiere in die Obhut der Auswilderungsstation des Zoo Magdeburgs verbracht. Ähnlich wie Tiere des gleichen Schwarms, die in Bernburg und dem Zoo Halle unterkamen, werden sie nun vom Tierarzt auf die Schwere der Schäden überprüft und auf die Fähigkeit zur Wiederauswilderung hin beurteilt. Weitere Verluste sind jedoch bei den angeschlagenen Kiebitzen leider nicht auszuschließen.
Die Bestände des Kiebitz (Vanellus vanellus) in Deutschland gehen seit den 1980er Jahren stetig zurück und sind alles andere als stabil. „In dieser Notlage zu helfen und einen kleinen Beitrag zum Artenschutz vor der Haustür zu leisten, dem sich der Zoo Magdeburg besonders verschrieben hat, ist für uns selbstverständlich“, erklärt Zoodirektor Dr. Kai Perret dazu.


