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Regina Jembere
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Im Zoo sind die Affen los!

Pressemitteilung vom 29.09.2011

„Huch, da sitzen ja Affen auf dem Baum, sind die etwa ausgebüxt?“  Überrascht und begeistert reagieren die Zoobesucher auf die ungeahnte tierische Nähe. Affen, die frei herumlaufen, sieht man nicht jeden Tag und solche mit roten Händen natürlich noch seltener. Es sind Rothandtamarine, die emsig die Baumgruppen an der Südamerika-Anlage untersuchen und als „tierische Ausgänger“ im Zoo unterwegs sind. Mal sieht man sie am Boden mit der Schneckenjagd beschäftigt, ein anderes Mal nähern sie sich den Schwarzen Löwenaffen und steigen denen sogar auf’s Dach. Diese Affenzwerge (Gewicht etwa 500 Gramm! Kopf-Rumpf-Länge 22 – 28 Zentimeter) sind nicht nur sehr erfinderisch und agil, sie sind auch sehr flink bei ihren Unternehmungen. Sie wissen ihre neuen Freiräume zu nutzen, sehr zur Freude der Besucher. Am späten Nachmittag kehrt die gesamte „Affenbande“ wieder in ihr häusliches Domizil zurück, denn dort ist es angenehm warm (25 Grad Celsius) und der Futtertisch ist reichlich gedeckt mit einer Vielfalt an Früchten und Insekten. Dann wird durchgezählt, ob alle sechs Rothandtamarine den Heimweg gefunden haben. Die Rothandtamarin-Gruppe ist sozial sehr stabil und daher ist kein „Ausreißer“ zu erwarten – also alle sind „echte tierische Ausgänger“. Bei stürmischem, nasskaltem Wetter suchen die Rothandtamarine die Behaglichkeit in ihrer Anlage – dann gern auch unter der Wärmelampe. Das herrliche Herbstwetter nutzen die kleinen Affen jetzt für ausgedehnte Erkundungsgänge. Die Zoobesucher sollten ihre Kamera schnell parat haben, sobald sie sich dem Areal zwischen der Ameisenbären-Anlage und der Südamerika-Anlage nähern. Dort ist die Affengruppe meist anzutreffen.

Im Amazonasbecken sind die Rothandtamarine sowohl im Bergregenwald als auch im tropischen Regenwald zuhause. Derzeitig ist ihr Bestand nicht gefährdet.