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Neu im Magdeburger Zoo:

Angola-Guerezas, Feinschmecker in Sachen Laub

Pressemitteilung vom 19.04.2012 

Magdeburg beherbergt eine neue Rarität: Zwei Angola-Guerezas, afrikanische Affen aus der Familie der Meerkatzenverwandten, sind vor Kurzem im Nashornhaus eingezogen. Innerhalb Deutschlands ist der Magdeburger Zoo derzeit der Einzige, der diese schwarzweiß gefärbte Primatenart hält. Beide Tiere wurden im Herbst 2009 geboren, Weibchen Vinie im polnischen Breslau, Männchen Nelson im tschechischen Pilsen.

Als Nahrungsspezialisten ernähren sich Guerezas fast ausschließlich von Blättern, unter Affen eine Ausnahme. Knospen, Samen und Früchte machen nur einen geringen Teil ihrer Nahrung aus. In Anpassung an diese besondere Ernährung besitzen sie mehrkammerige Mägen. Das Verdauungssystem ist dem der Wiederkäuer, wie Kühen oder Ziegen, ähnlich. Spezielle Bakterien im Verdauungstrakt helfen dabei, die ansonsten unverdaulichen Nährstoffe aufzuschließen. Gerade Ruhephasen, in denen Angola-Guerezas für den Beobachter regelrecht nachdenklich wirken können, werden für die Verarbeitung der rohfaserigen Pflanzenteile genutzt. Ab und zu müssen sie dabei aufstoßen, was aber ein Zeichen gesunder Nahrungsverwertung ist. Dabei entstehende Gase können auf diesem Weg entweichen. 

Vinie und Nelson haben sich sofort gut verstanden. Nach einer Eingewöhnungsphase werden die für ihre friedliche Art bekannten Affen auch auf der begehbaren Außenanlage zu sehen sein. Aufmerksamen Beobachtern fällt dann vielleicht auf, welchem Detail sie den Namen Stummelaffen verdanken. In Anpassung an ihre baumbewohnende Lebensweise sind die Daumen der Hände zurückgebildet und ermöglichen so eine schnelle Fortbewegung im Geäst.

Neuling im Zoo: Angola-Guereza

Kontakt

Bei Presseanfragen steht Ihnen unsere Pressesprecherin zur Verfügung:  

Regina Jembere
Tel.: 0391 - 280 90 25 10
E-Mail: jembere@zoo-magdeburg.de