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Unterstützung für Namibias Spitzmaulnashörner

Die afrikanischen Spitzmaulnashörner blicken einer ungewissen Zukunft entgegen. Einst über weite Teile Afrikas verbreitet, gibt es aufgrund massiver Wilderei und dem Verlust von natürlichen Lebensräumen nur noch schätzungsweise 4000 Tiere in freier Wildbahn. Sie leben durch Zäune, Farmland und Siedlungen getrennt in kleinen Unterpopulationen. Dadurch entsteht das Risiko verminderter genetischer Variabilität, was zu Inzucht, Krankheiten, Epidemien und langfristig dem lokalen Aussterben kleiner Populationen führen kann. Moderne Schutzbemühungen basieren deswegen auf gezieltem Populations-Management, das Umsiedlungs- und Wiederansiedlungen beinhaltet. Bei solchen Transfers gelten hohe veterinärmedizinische und technische Standards. Nach der Umsiedelung müssen die Tiere über lange Zeiträume hinweg beobachtet werden.
Im Rahmen des „Etosha Pufferzonenprojektes“ unter der Leitung von Herrn Professor Zeller (Lehrstuhl für Spezielle Zoologie, Humboldt Universität zu Berlin) untersuchen Wissenschaftler das Verhalten wieder angesiedelter Nashörner auf ehemaligen Viehweiden. Dazu werden die Spitzmaulnashörner mit Peilsendern versehen und in ihren neuen Lebensräumen beobachtet. Durch die Ergebnisse der Studie können die letzten wildlebenden Spitzmaulnashörner effektiver geschützt werden.
