Auch sie gehören zu den ersten 'Stars' des Zoos: Das Braunbärenpaar Täve und Juste
Zooplakat 1961

Die 60er Jahre

Die Elefanten kommen

Zoodirektor Manfred Bürger, 1963

In den 1960er Jahren konnte man Tiere noch kaufen und sich anschließend erst Gedanken über ihre angemessene Haltung machen. Exemplarisch hierfür sind die Anfänge der Elefanten- und Schimpansenhaltung im Magdeburger Zoo. Die erste Asiatische Elefantenkuh "Sonja" wurde 1960 begeistert von den Magdeburgern empfangen. 1961 verließ Klaus-Günther Witstruck den Zoo, um das Direktorat in Halle zu übernehmen; an seine Stelle rückte der vormalige wissenschaftliche Assistent des Tierparks Berlin, Dr. Manfred Bürger. Direkt zu Beginn seiner Amtszeit konnte sich der Zoo über die Ankunft seiner zweiten asiatischen Elefantenkuh Kati freuen, die nun der im Vorjahr nach Magdeburg gekommenen Sonja Gesellschaft leistete. Für die Magdeburger waren die Elefanten damals natürlich eine Sensation - mit 389.000 Besuchern erzielte der Zoo 1961 einen neuen Rekord. Heutzutage undenkbar waren allerdings die Haltungsbedingungen der damals noch jungen Elefanten. Tagsüber wurden sie von ihren Pflegern durch den Zoo geführt und so den Besuchern präsentiert, um abends in Notunterkünften auf dem Wirtschaftshof untergebracht zu werden. Im darauffolgenden Jahr baute der Zoo wenigstens eine Art „Außengehege“ auf dem Gelände, auf dem heute die Giraffen stehen. Doch es sollte noch bis 1967 dauern, bevor die Elefanten ein eigenes Haus bekamen - und das in buchstäblich letzter Minute, denn inzwischen passten sie kaum noch durch die Türen ihrer Notunterkunft. Dass es überhaupt gelang, in dem jungen und kleinen Magdeburger Zoo das erste große Warmhaus der DDR zu errichten, war geradezu eine Sensation und kann aus heutiger Sicht nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gleichwohl entspricht das Dickhäuterhaus inzwischen schon lange nicht mehr den Haltungsrichtlinien für seine Bewohner. Weiterlesen

Provisorisches Tagesgehege für Sonja und Kati