
- Neben Krallenaffen auch weiterhin auf Kleinkatzen ausgerichtet - Zooplakat 1982
Die 80er Jahre
Ein Heim für Krallenaffen
1983 zogen auf Betreiben des langjährigen zoologischen Assistenten und späteren Zoodirektors Michael Schröpel zwei neue, außerordentlich kleine südamerikanische Affenarten in den Magdeburger Zoo ein: Lisztaffen und Schwarzpinselaffen, beide der Familie der Krallenaffen zugehörig. Die weitere Spezialisierung in diesem Bereich war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen, jedoch sollte die Entscheidung für diese Tiere nachhaltige Auswirkungen auf das Wirken und den internationalen Ruf des Magdeburger Zoos haben. Michael Schröpel beschreibt die Anfänge mit den Liszt- und Schwarzpinselaffen in der 50-Jahr-Chronik des Zoos folgendermaßen: „Damals war es noch üblich und gemeinhin verbreitet, die kleinen und sehr empfindlich erscheinenden Krallenaffen aus den Tropenwäldern Südamerikas ständig im Innenraum unterzubringen. Wegen ihrer geringen Körpergröße nahm man auch an, dass sie keine großen Unterkünfte benötigten. Vielerorts wurden Krallenaffen gleichsam in Terrarien gehalten. Erst etwas später erkannte man ihre wahren Bedürfnisse.“ Es war genau dieser Prozess, das „Erkennen der wahren Bedürfnisse“, an dem der Zoo Magdeburg einen maßgeblichen Anteil hatte - und bis heute hat. Den Liszt- und Schwarzpinselaffen folgten bald die Weißbüschelaffen, Zwergseidenaffen, Rotbauch- und Andentamarine und schließlich 1988 über das internationale Erhaltungszuchtprogramm Goldgelbe Löwenaffen - spätestens damit hatte der Zoo seinen Ritterschlag erhalten. Ende der 80er Jahre lebten 47 Krallenaffen aus acht Arten in Magdeburg, fast alle brachten Jungtiere zur Welt. Weiterlesen

