Tierpatenschaft
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Jungfernkranich
Anthropoides virgo - Demoiselle crane
Die langen Federn, die beim Jungfernkranich über den Bürzel hinausreichen, sind keine Schwanzfedern, sondern verlängerte Armschwingen. Dies wird besonders bei ihren Balztänzen deutlich. Mit auffallenden Flügel-, Hals- und Beinbewegungen versuchen sie die Aufmerksamkeit der Artgenossen auf sich zu lenken. Akustisch sind die Tanzspiele oft begleitet von Duett-Trompeten. Darunter sind Rufkombinationen zu verstehen, welche die lebenslange Partnerbindung festigen sollen.
Jungfernkraniche, die kleinsten aller Kraniche, wurden sowohl in China („Vogel ersten Ranges“), in Indien („Vornehmster aller Gefiederten“) als auch im Alten Ägypten als Ziergeflügel gehalten. Davon berichten über 4000 Jahre alte Reliefs in Gräbern der Pharaonenzeit. Der Römer Varro schrieb ferner, dass Jungfernkraniche zur Bewachung von Haus und Hof gehalten wurden, um mit ihren lauten, trompetenähnlichen Schreien zuverlässig vor Raubtieren und Greifvögeln zu warnen.
| Systematik: | Kranichvögel, echte Kraniche |
| Lebensraum: | vor allem Steppen, aber auch Wald, Grasland sowie Wüsten bis 3000 m |
| Nahrung: | Sämereien, Beeren und kleinere Säuger, Lurche und Kriechtiere |
| Brutdauer: | 27 - 29 Tage |
| Gelege: | meist 2 Eier |
| Höchstalter: | über 30 Jahre |


