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Langschnauzen-Kaninchenkänguru
Potorus tridactylus - Long-nosed Potoroo

Kaninchenkängurus bewohnen dichte Grasländer und das Unterholz. Während ihrer Hauptaktivitätszeit in der Dämmerung und Nacht suchen sie den Waldboden nach Fressbarem ab und graben mit den Vorderbeinen nach Knollen und vor allem Pilzen. Um in der Dunkelheit diese Nahrungsbestandteile aufzuspüren, hat sich die Nase deutlich verlängert und bietet so mehr Riechzellen Platz. Somit kann der Geruch der begehrten Pilze leicht geortet werden.
Während im Freiland bis zu 70% des aufgenommenen Futters aus Pilzen besteht, haben sie bei uns bisher auf die Aufnahme angebotener Champignons verzichtet. Dies mag daran liegen, dass es schlichtweg nicht die Pilze sind, die sie in ihrer australischen und tasmanischen Heimat finden.
Männchen sind territorial und verteidigen ein kleines Gebiet (etwa 2 ha). Tagsüber ruhen die Tiere meist unter Wurzeln und an Baumstümpfen, wo sie sich kleine Kuhlen scharren, aber keine komplexen Nester anlegen.
| Systematik: | Beuteltiere, Kängurus |
| Lebensraum: | teilweise offene, küstennahe Hartlaubwälder |
| Nahrung: | Pilze, Wurzeln, Knollen, Insekten, Würmer und Früchte |
| Gewicht: | 700 - 2200 g |
| Tragzeit: | 38 Tage im Uterus und zusätzlich 130 Tage im Beutel |
| Lebenserwartung: | bis 14 Jahre |
