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Spitzmaulnashorn

Diceros bicornis - Black Rhinoceros

Im Gegensatz zu Breitmaulnashörnern leben Spitzmaulnashörner eher einzelgängerisch und gelten auch in menschlicher Obhut als deutlich nervöser und aggressiver als ihre größeren Verwandten. Ihre spitze Oberlippe benutzen sie als eine Art Hand, die es ihnen ermöglicht, Zweige von Sträuchern zu pflücken, während die Breitmaulnashörner sich vornehmlich auf ein Leben als tierische Rasenmäher spezialisiert haben. Sämtliche heute noch lebenden Nashornarten sind stark bedroht, als Gründe hierfür gilt neben der Vernichtung des natürlichen Lebensraumes vor allem die Wilderei, von der sich diese Tiere mit ihrer äußerst geringen Reproduktionsrate nur schwer erholen können.


Das Geschäft mit den namensgebenden Nasenhörnern ist außerordentlich lukrativ - sie werden fast mit Gold aufgewogen. Nashörner werden deswegen selbst in Reservaten und Nationalparks immer noch gewildert. In ostasiatischen Apotheken gelten zu Pulver zerriebene Nasenhörner als Mittel zur Steigerung der männlichen Potenz oder gegen Krankheiten und Geister. Die Hörner bestehen aber aus feinen Hornbälkchen, genauso wie unsere Fingernägel oder wie Pferdehufe. Man könnte mit derselben Wirkung - oder besser Wirkungslosigkeit - also auch auf den Fingernägeln kauen. 

 

Systematik: Unpaarhufer
Lebensraum: Buschland, Savanne
Nahrung: junge Triebe und Laub
Gewicht: 1200 - 1500 kg
Tragzeit: ca. 450 Tage
Lebenserwartung: ca. 40 Jahre

Spitzmaulnashörner in Magdeburg

Die Zucht von Spitzmaulnashörnern gehört zu den Königsdisziplinen des Magdeburger Zoos. 
Im Kapitel Die Spitzmaulnashörner, eine Erfolgsgeschichte unserer Rubrik "Gestern und Heute" können Sie mehr erfahren.

Schutz für die Spitzmaulnashörner

Der Zoo Magdeburg ist Unterstützer des „Etosha Pufferzonenprojektes“in Namibia. Weitere Infos