Der Zoo Magdeburg hat eine Kooperation mit mehren Nationalparks in Südafrika, u.a. Kruger Park, Hwluhluwe/iMfolozi Nationalpark oder Loskop Dam Natur Reserve in Südafrika. Die Parks sind nicht nur für ihre atemberaubende Schönheit bekannt, sondern auch für ihre Tierwelt, u.a. seiner Nashörner. Galt das Breitmaulnashorn im Jahr 1890 im Grunde schon als ausgerottet, konnte gerade im Hwluhluwe/iMfolozi Nationalpark, mit etwa 50 Tieren beginnend, eine weltweit einzigartige Rettungsaktion gestartet werden. Heute leben wieder etwa 20.000 Nashörner vor allem im südlichen Afrika und alle Individuen haben ihren Ursprung im Hwluhluwe/iMfolozi Nationalpark. Es ist aber auch bekannt, dass diese Erfolgsgeschichte nur gelingen konnte, in dem die Nashörner streng geschützt worden sind. Trotz aller Bemühungen ist die Wilderei im vollen Gange, denn dass Kilo Nasenhorn kostet auf dem Schwarzmarkt 65.000 US $ und ist damit deutlich teurer als ein Kilo Gold. Auf unserer gemeinsamen Agenda stehen u.a. die Anti-Wilderer Hundestaffeln (k9 unit), die Ausrüstung der Ranger, Verstärkung und Erneuerung der Park-Außenzäune sowie die Forschung.

Tracking & Conservation K9

Gaven und Lara Holden- Smith sind ein unwahrscheinlich Powerpaar. Ihre Liebe gilt den Bluthunden und dem afrikanischen Busch. Sie züchten in ihrer kleinen aber feinen Hundestation in der Nähe von Johannesburg mutige und sehr verspielte dicke Nasen, die von Tier bis Mensch alles erschnüffeln. Einige dieser Hunde haben tolle Erfolge zusammen mit “ihren” Wildhütern im Krügernationalpark aber auch in der berühmtem Lewa Conservancy in Kenia, wo sie die stark gefährdeten Spitzmaulnashörner bewachen und schützen und alle Gefahren erschnüffeln. Bluthunde sind unheimlich liebenswert und lieben es im Busch zu arbeiten- sie sind ausdauernd, schnell und ihre Nase Gold wert. Der Zoo Magdeburg hat dieser Gruppe mit 15 Paar Stiefeln für die Hundeführer, sowie Spielzeug und Futter für die Hunde unter die Arme gegriffen.

Friends of Wildlife Management

Dieses Team packt alles mit Leidenschaft an- von Löwenrettung, bis Nashorn enthornen und Elefanten aus Drahtfallen befreien. Sie arbeiten mit einem minimalen Budget und können jegliche Unterstützung gebrauchen. Der Zoo Magdeburg hat einen Tag Enthornen gesponsert- dabei wird dem Nashorn als Sicherheitsvorkehrung das Horn abgesägt- kein Horn; uninteressant für die Wilderer- ja, leider ist es schon so weit in Südafrika. An diesem Tag hat das Team mit Unterstützung von Boots on the Ground eine gute Anzahl an Tieren helfen können und sogar auch noch eine Schusswunde an einem Tier behandeln können.
Zoo Magdeburg hat desweiteren eine komplette Auffangstation für die Schwarzfusskatze mit allem Drum und Dran aufgebaut, um die Zucht sowie Auswilderung dieses stark gefährdeten Tieres zu ermöglichen. Im Moment werden auch weitere Schutzmasken für die Nashörner hergestellt, gesponsert vom Zoo Magdeburg, damit die Tiere weiterhin bei Behandlungen oder Enthornen stressfrei bleiben.

Boots on the ground

Boots on the Ground wurde während der Dreharbeiten zu einer Doku zum Leben erweckt. Der gleichnamige Film handelt von der Arbeit der Wildhüter, die ihr Leben riskieren, um gefährdete Arten vor Wilderern zu schützen, er taucht in die Welt der Biologen, Tierretter und Tierärzte in Afrika ein und erzählt die Geschichte dieser Menschen und ihrem täglichen Kampf gegen die rücksichtslosen Wilderer.
Boots on the Ground: Eine Mission. 100% Busch. 100% Abenteuer. 100% Liebe für unsere wilde Welt. Boots on the Ground wurde von einer Gruppe leidenschaftlicher Menschen gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, kleine Projekte zu unterstützen, um unser zu Hause zu einer besseren Welt zu machen. Boots on the Ground ist auf zwei Kontinenten zu Hause- Europa und Afrika. Boots on the Ground Mitglieder leben und lieben den Busch und die Tiere.

– Wer steht hinter Boots on the Ground? Fotografen, Ranger und Wildhüter
– Was ist die Aufgabe von Boots on the Ground? Die Wildhüter vor Ort zu unterstützen und Projekte mit Hilfe von Sponsoren aufzubauen
– Boots on the Ground bietet auch die Möglichkeit an, vor Ort bei einem Projekt mitzumachen. Hoch zu Ross, hinter der Kamera oder beim Schutz von Nashörnern.

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