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Mehr Platz für die Waldhundefamilie

Sechsköpfige Waldhundefamilie bezog neugestaltete Anlage am Spielplatz

Magdeburg. Im vergangenen Jahr bekam das Waldhunde-Männchen eine neue Partnerin aus Les Sables, Frankreich. Bereits im September 2024 stellte sich zweifacher Nachwuchs ein, und im Mai 2025 wurden erneut Zwillinge geboren. Für das nun größer werdende Rudel gestaltete der Zoo die ehemalige Weißkopfsaki-Anlage umfassend um, sodass den südamerikanischen Waldhunden deutlich mehr Platz zur Verfügung steht.

Die 535 Quadratmeter große Außenanlage ist naturnah strukturiert und verfügt über einen Weiher. Kalte Nächte können die Tiere in ihrem warm beheizten Innenstall verbringen, tagsüber sind sie jedoch häufig beim Erkunden des weitläufigen Außengeheges zu beobachten. Auch die Innenanlage ist für Besucher einsehbar. Mit dem Umzug in die neu gestaltete Anlage wurden die Haltungsbedingungen der Waldhunde weiter optimiert.

Dackelähnliche Gestalt, wendiger Taucher, faszinierende Sozialstruktur
Der Waldhund ist hervorragend an seinen Lebensraum angepasst: Sein gedrungener Körper mit kurzen Beinen und kleinen Ohren ermöglicht eine wendige Fortbewegung im dichten Unterholz. Kleine Schwimmhäute zwischen den Zehen machen ihn zudem zu einem geschickten Taucher, der seine Beute häufig auch im Wasser erjagt.

Waldhunde leben in Familienverbänden von meist zwei bis acht Tieren, bestehend aus einem dominanten Paar und dessen Jungtieren. In diesen strukturierten Rudeln jagen sie vor allem große Nagetiere wie Pakas und Agutis. Dank ausgeprägter Teamarbeit sind sie jedoch in der Lage, deutlich größere Beutetiere zu überwältigen – selbst Nandus, Capybaras und kleinere Hirsche oder Tapire können gemeinsam erlegt werden.

Gefährdete Art mit schwindendem Lebensraum
Der Waldhund gilt als potenziell gefährdet und ist in Teilen seines Verbreitungsgebiets bereits ausgestorben. Trotz seines großen Vorkommens in Brasilien, Peru und Bolivien bedrohen ihn vor allem die zunehmende Zerstörung und Fragmentierung der Regenwälder, die illegale Jagd auf seine Beutetiere sowie die Übertragung von Krankheiten durch Haushunde.

Der Zoo Magdeburg beteiligt sich aktiv am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Waldhunde und leistet mit der erfolgreichen Zucht einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Population und des Genpools dieser besonderen Tierart.

Zitat des Direktors David Pruß

„Die Waldhunde sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie moderne Zoos Artenschutz konkret leben. Mit der neuen Anlage schaffen wir nicht nur beste Bedingungen für unsere Tiere, sondern ermöglichen unseren Gästen auch, das faszinierende Verhalten dieser seltenen Art aus nächster Nähe zu erleben. Jede erfolgreiche Nachzucht ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieser bedrohten Spezies. Da wir uns weiter an der Nachzucht beteiligen wollen, war mir der interne Umzug und die Verbesserung der Bedingungen eine Herzensangelegenheit. Besonders stolz bin ich hier auf mein Team, gemeinsam haben die verantwortlichen Tierpfleger und die zooeigenen Handwerker die lange leerstehende Anlage auf Vordermann gebracht und in einer tollen Teamleistung echten Mehrwert für die Waldhunde geschaffen. Unsere Besucher können nun auch diese spannende Art beim Baden beobachten, das war so früher nicht möglich!“

Veranstaltungstipps im Dezember im Zoo Magdeburg

  • 13. Dezember 2025: 1. Hundeweihnacht im Zoo – ein Fest für Zwei- und Vierbeiner, mit kostenfreiem Eintritt für Hunde
  • 21. Dezember 2025: Stallweihnacht im Zoo – mit tierischen Führungen und kreativen Bastelangeboten

Über den Zoo Magdeburg

Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben fast 700 Tiere aus 150 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, beteiligt sich an 65 internationalen Zuchtprogrammen und unterstützt vier weltweite Artenschutzprojekte.

Mit jährlich über 300.000 Gästen ist der Zoo nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein anerkanntes Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen. Als Mitglied von WAZA, EAZA, VdZ, ZGAP, VZP und dem Jane Goodall Institut Deutschland e.V. ist der Zoo Magdeburg ein starker Partner im weltweiten Netzwerk für Arten- und Naturschutz.

Pressekontakt

Zoo Magdeburg – Pressesprecherin
Dipl.-Ing. Regina Jembere
Tel.: 0391/28080-2510
E-Mail: zoopresse@zoo-magdeburg.de

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