Giraffenkuh Shani bringt weibliches Jungtier zur Welt
Magdeburg, 12.10.2026. Im Zoo Magdeburg gibt es besonderen Nachwuchs. Am Freitag, dem 9. Oktober 2026, brachte die Nubische Giraffe Shani gegen 21 Uhr ein weibliches Jungtier zur Welt. Die Geburt ereignete sich im Giraffenhaus und wurde durch das Zooteam eng begleitet. Das Jungtier hat die ersten wichtigen Entwicklungsschritte bereits bewältigt. Es steht selbstständig, folgt seiner Mutter und trinkt nach den bisherigen Beobachtungen regelmäßig. Shani kümmert sich aufmerksam um ihr Kalb und lässt es zuverlässig trinken. Diese ersten Beobachtungen sind für das Tierpflegeteam und die tierärztliche Betreuung wichtige positive Zeichen. Vollständig zufrieden ist das Team dennoch noch nicht. Die orthopädische Entwicklung des Jungtiers wird derzeit besonders aufmerksam beurteilt. In den ersten Lebenstagen verändern sich Körperhaltung und Belastung der Gliedmaßen bei einem Giraffenkalb erheblich. Nach knapp 15 Monaten im Mutterleib, zusammengefaltet, ist dies eine gewöhnliche Entwicklung. Sehen und Bänder müssen sich erst einmal auf die neue Situation einstellen. „Wir freuen uns sehr über die Geburt des weiblichen Jungtiers. Es steht, folgt seiner Mutter Shani und trinkt nach allem, was wir derzeit beobachten können, sehr schön. Das sind zunächst erfreuliche und wichtige Zeichen. Gleichzeitig sind wir mit seiner orthopädischen Situation noch nicht vollständig zufrieden und schauen deshalb sehr genau auf die weitere Entwicklung. Bei aller Freude steht für uns jetzt eine ruhige und fachlich verantwortungsvolle Begleitung von Mutter und Jungtier im Mittelpunkt“, erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D..
Giraffenkälber kommen nach einer vergleichsweisen langen Tragzeit zur Welt und müssen schon kurz nach der Geburt aufstehen können. In ihrem natürlichen Lebensraum ist diese schnelle körperliche Entwicklung für das Überleben von großer Bedeutung. Auch unter den geschützten Bedingungen eines Zoos bleibt die erste Lebensphase besonders sensibel. Das Tierpflegeteam achtet daher unter anderem darauf, wie sicher das Kalb steht, wie es sich fortbewegt, ob es der Mutter folgt und regelmäßig Milch aufnimmt. Der Zoo Magdeburg wird die Situation weiterhin eng begleiten und über wesentliche Entwicklungen informieren.
Ein bedeutender Nachwuchs für eine hochbedrohte Giraffenform
Bei den im Zoo Magdeburg gehaltenen Tieren handelt es sich um Nubische Giraffen. Die IUCN bewertete die Nubische Giraffe 2018 aufgrund eines über Jahrzehnte beobachteten starken Bestandsrückganges als „bedroht“. Durch koordinierte EAZA-Erhaltungszuchtprogramme (EEP), wissenschaftliche Betreuung und Bildungsarbeit leisten zoologische Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz dieser ikonischen Tierart. Der Zoo Magdeburg stärkt seit drei Jahrzehnten mit zahlreichen Giraffennachzuchten die Reservepopulation im EEP.
Rücksichtnahme im Giraffenhaus
Das Giraffenhaus bleibt bis auf Weiteres für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Eine Sichtbarkeit der Tiere kann daher nicht garantiert werden. Der Zoo bittet alle Besucherinnen und Besucher, sich im Giraffenhaus besonders ruhig und rücksichtsvoll zu verhalten. Lautes Rufen, Klopfen an Scheiben oder andere Störungen sind zu vermeiden. Die Bedürfnisse der Tiere haben jederzeit Vorrang. Sollten Shani und ihr Jungtier mehr Ruhe benötigen, sich Störungen ergeben oder tierpflegerische beziehungsweise tierärztliche Maßnahmen notwendig werden, behält sich der Zoo Magdeburg vor, das Giraffenhaus auch kurzfristig und ohne vorherige Ankündigung teilweise oder vollständig zu schließen. Eine solche Entscheidung dient ausschließlich dem Wohl der Tiere. Der Zoo bittet bereits jetzt um Verständnis, falls der Zugang zeitweise eingeschränkt werden muss.
Giraffenherde Zoo Magdeburg
Die Magdeburger Giraffenherde besteht aus einem Giraffenbullen, zwei Giraffenkühen und einem weiblichen Jungtier.
Über den Zoo Magdeburg
Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, beteiligt sich an 70 internationalen Zuchtprogrammen und unterstützt zehn Artenschutzprojekte.
Pressekontakt
Zoo Magdeburg – Pressesprecherin
Dipl.-Ing. Regina Jembere
Tel.: 0391 / 28090-2510
E-Mail: zoopresse@zoo-magdeburg.de
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