Nubisches Giraffenjungtier tot geboren
Magdeburg, 12. Mai 2026. In der Nacht zum 12. Mai 2026 hatte die Nubische Giraffe Zahra eine Totgeburt. Für die Giraffenkuh Zahra war es die erste Geburt.
Erstgebärende Giraffenkuh hatte schwierige Geburt
Anna Hauffe, Tierärztin im Zoo Magdeburg und der langjährig vertraute Zootierpfleger, Michael Banse, begleiteten den Geburtsverlauf in der Nacht im Giraffenhaus. „Bei unserer erstgebärenden Giraffenkuh Zahra verlief die Trächtigkeit zunächst arttypisch. Allerdings hat sie sich in der Geburt sehr schwergetan. Mit tiermedizinischer Unterstützung hat sie diese Situation jedoch überstanden. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Nach der Geburt konnten wir bei dem männlichen Jungtier weder Atmung noch Herzaktivität feststellen; es war bereits tot,“ erklärt Anna Hauffe.
Rettung der Giraffenkuh Zahra
„Das Muttertier hat die Geburt körperlich gut überstanden, soweit dies erst einmal ersichtlich ist. Sie wird nun engmaschig vom fachkundigen Team des Zoos beobachtet, um ihr die Möglichkeit zu geben, sich von der anstrengenden Geburt zu erholen. Um Infektionen in der Herde zu verhindern und die genaue Todesursache zu klären, wird der Körper des Jungtieres pathologisch untersucht“, informiert Zoodirektor, David Pruß, Ph.D.. Totgeburten kommen in der Natur, aber auch in zoologischen Einrichtungen – trotz bester Pflege – vor. Das Giraffenhaus bleibt für die nächsten zwei Tage geschlossen, um der Giraffenkuh Ruhe zu gönnen. Sie hat jedoch die Möglichkeit, bei Bedarf mit ihren Artgenossen die Außenanlage zu nutzen.
Giraffenzucht für den Arterhalt
Dr. Christin Unruh, zoologisch-wissenschaftliche Assistentin im Zoo Magdeburg betont: „Wir sind froh, dass die Mutterkuh die Geburt gut überstanden zu haben scheint, und bedauern den Verlust des Jungtieres sehr. Die Haltung und Zucht der Giraffen bleibt ein wichtiger Bestandteil des internationalen Artenschutzes, da die Population laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet gilt und die Bestände in der Natur weiterhin abnehmen. Durch koordinierte Erhaltungszuchtprogramme, wissenschaftliche Betreuung und Bildungsarbeit leisten zoologische Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz dieser ikonischen Tierart.“
Daten zur Giraffenherde Zoo Magdeburg
Zur Magdeburger Giraffenherde gehört der fünfjährige Giraffenbulle Kiano, die dreizehnjährige Giraffenkuh Shani und die elfjährige Giraffenkuh Zahra.
Über den Zoo Magdeburg
Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, beteiligt sich an 70 internationalen Zuchtprogrammen und unterstützt zehn Artenschutzprojekte.
Pressekontakt
Zoo Magdeburg – Pressesprecherin
Dipl.-Ing. Regina Jembere
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