An allen Ecken des Zoos ist tierisch viel Nachwuchs zu beobachten: Baumstreifenhörnchen, Präriehunde, Flamingos, Onager, Nasenbär, Hirschziegenantilope & Co.
Magdeburg, 17.7.2026. „Genaues Hinschauen lohnt in diesen Tagen besonders beim Zoobesuch: 15 Jungtiere bei den Schwarzschwanzpräriehunde sorgen für ein ordentliches Gewimmel auf der Anlage. Die Rosaflamingokolonie hat neunfachen Nachwuchs, bei den stark gefährdeten Onagern wurde zwei Jungtiere geboren und die Chinesischen Baumstreifenhörnchen ziehen gerade drei Jungtiere auf“, informiert Zoodirektor, David Pruß, Ph.D.
Kleine Nase auf Entdeckertour: Familienzuwachs bei den Weißrüssel-Nasenbären
Ein junger Weißrüssel-Nasenbär „flitzt“ seit Kurzem zusammen mit seinen Eltern über die weitläufige Außenanlage, die sie sich mit den Flachlandtapiren teilen. Dort lässt sich sehr gut das Verhalten von Elterntiere und Jungtier beobachten. Vor allem das Muttertier kümmert sich um das Junge. Von ihr lernt es, was fressbar ist, und wovon man sich lieber fernhalten sollte. Das Männchen zieht es dagegen vor, meist allein das Gelände nach Futter abzusuchen. Beim Ausgraben von Insekten, Würmern, Schnecken und anderen Wirbellosen setzt der Nasenbär seine großen scharfen Krallen geschickt ein. Auch „Fallobst“ gehört zur Nahrung von Nasenbären. Vogelnester und Küken sind vor den Nasenbären nicht sicher – ein leichtes Spiel für diese hervorragenden Kletterer. Es überrascht kaum, dass Nasenbären in der Lage sind, ausgezeichnet zu riechen. Ihre lange, rüsselartige Nase ist in alle Richtungen bis zu 60 Grad frei beweglich. Sie gehören, wie auch Wasch- und Wickelbären innerhalb der Raubtiere, zu den Kleinbären. Anders als der häufig im Zoo gehaltene Rote Nasenbär lebt der sehr viel seltener gehaltene Weißrüssel-Nasenbär nicht in Südamerika, sondern vor allem in Mittelamerika (von Nordwest-Kolumbien über Mexiko bis in die südlichen Bundesstaaten der USA). Er ist laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion nicht als gefährdet eingestuft, seine Bestandstendenz ist abnehmend und regional gefährdet durch Habitatsverlust und nicht nachhaltige Jagd. Der tagaktive Weißrüsselbär ist ein ausgezeichneter Botschafter für den Naturschutz in Mittelamerika.
Gundis – an extremer Trockenheit angepasst
„Sind die aber niedlich!“, ist Groß und Klein sich einig vor dem Terrarium in der Zoowelle. Hier sind die Zwillinge der Gundis zu bestaunen. Den hohen „Niedlichkeitsfaktor“ verdanken die Gundis – die auch „Kammfinger“ genannt werden – ihrem demonstrativen Putzverhalten. Mit ihren Hinterpfoten, die mit kammartigen Borsten versehen sind, bürsten sich diese sonnenliebenden Kleinsäuger immer wieder mit hoher Geschwindigkeit durch ihr Fell, um es von Staub und Sand zu befreien. Für die Gundis ist ein möglichst glattes Fell im Freiland überlebenswichtig, denn es rettet sie mit etwas Glück aus den Fängen ihrer Feinde, wie zum Beispiel Goldschakale. Gundis sind in den nordafrikanischen Bergen des Hohen Atlas in Tunesien, Algerien, Marokko beheimatet. Sie trinken nicht, sondern nehmen das überlebenswichtige Wasser ausschließlich über ihre Nahrung auf, die vor allem aus Gräsern und ausgewählte Kräuter, sowie deren Samen und Blüten besteht. Damit sind sie hervorragend an die extreme Trockenheit angepasst. Besucher treffen die niedlichen Fellknäuel oft unter der wärmenden Lampe des Terrariums in der Zoowelle zusammengekuschelt an.
Über den Zoo Magdeburg
Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, unterstützt zehn Artenschutzprojekte weltweit vor Ort und beteiligt sich aktuell an 70 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen.
Pressekontakt
Zoo Magdeburg – Pressesprecherin
Dipl.-Ing. Regina Jembere
Tel.: 0391 / 28090-2510
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