Zoo wurde als tierseuchenrechtlich geschlossener Betrieb anerkannt
„Der Zoo Magdeburg hat die Zulassung als tierseuchenrechtlich geschlossener Betrieb durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt erhalten. Dies hat für den Zoobetrieb eine hohe Relevanz bei der Genehmigung von Tiertransporten oder bei der Seuchenbekämpfung, bzw. dem Verhindern von solchen bedrohlichen Situationen“, informiert Zoodirektor David Pruß Ph.D. Der Zoo Magdeburg darf ausschließlich Tiere aus ebenfalls tierseuchenrechtlich geschlossenen Betrieben aufnehmen sowie tote Futtertiere. Hundebesitzer können weiterhin von ihren vierbeinigen Freunden begleitet werden. Die ehemalige Wildtier-Auswilderungsstation wurde im Rahmen des Zulassungsverfahrens geschlossen. Damit wird der besondere Schutz der im Zoo gehaltenen, vom Aussterben bedrohten und seltenen Arten gestärkt, indem das Risiko der Einschleppung von Tierseuchen und Krankheitserregern minimiert wird. Zugleich wird damit geltendes EU-Recht im Bereich Tiergesundheit und Tierseuchenprävention entsprechend umgesetzt. Über 75 Jahre haben Zoomitarbeiter junge Wildtiere, vornehmlich einheimische Vögel, aufgezogen und kranke Tiere versorgt. Dies ist nicht mehr möglich. Der Zoo blickt auf mehr als 75 Jahre zurück, in denen Mitarbeiter mit großem Engagement junge Wildtiere, insbesondere einheimische Vögel, aufgezogen und kranke Tiere gepflegt haben. „Es fällt uns schwer, diese Tradition nicht fortführen zu können, doch die Maßnahme ist notwendig, um die Gesundheit und den Schutz unserer Zootiere bestmöglich zu gewährleisten. Als Zoodirektor und Tierarzt fällt es mir persönlich besonders schwer, diesen Schritt zu gehen. Dennoch war eine sorgfältige Abwägung unvermeidbar, um die rechtlichen Vorgaben und den Schutz aller Tiere im Zoo gewährleisten zu können.“ so David Pruß, Ph.D.
„Tierfreunde sollten vermeintlich verlassene Jungtiere von Rehkitz, Hase, Fuchs, Igel, Vogel und weitere Tierarten an ihrem Fundort möglichst belassen. Die Elterntiere sind meist in der Nähe und kehren zurück, sobald sie sich ungestört fühlen. In den meisten Fällen ist menschliches Eingreifen nicht erforderlich“, erklärt Anna Hauffe, Tierärztin des Zoo Magdeburg. Die Elterntiere halten sich nicht ständig bei ihren Jungen auf, sind aber meist in der Nähe. Viele Jungtiere unternehmen schon früh Ausflüge oder junge Vögel verlassen das Nest, bevor sie richtig fliegen können. Die Elterntiere kümmern sich meist fürsorglich und kehren zu ihrem Nachwuchs zurück. Wer sichergehen möchte, dass es dem gefundenen Jungtier gut geht, kann nach einiger Zeit nachschauen, ob es sich noch immer an derselben Stelle befindet. Ein Fernhalten von Hunden und vor allem Katzen von den Jungtieren erhöht deren Überlebenschance erheblich. In unklaren Situationen bitte vor dem Einsammeln der Tiere die Kreisjägerschaft oder die untere Naturschutzbehörde kontaktieren.
Veranstaltungstipps (Auszug) im Zoo Magdeburg
- 3.-6.04.2026: Osterprogramm im Zoo
- 7.04.2026: Vortrag im Zoo – Nachwuchs der Wiesenweihe in Gefahr
- 19.04.2026: Blau-weißer Zootag mit dem 1. FC Magdeburg
Pressekontakt
Zoo Magdeburg – Pressesprecherin
Dipl.-Ing. Regina Jembere
Tel.: 0391 / 28090-2510
E-Mail: zoopresse@zoo-magdeburg.de
Weitere Informationen:
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