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Kotproben für die Forschung

Der Zoo Magdeburg unterstützt Mikrobiom-Projekte für bedrohte Tierarten

Der Zoo Magdeburg beteiligt sich an zwei zoologischen Forschungsprojekten, die neue Erkenntnisse über Gesundheit, Haltung und Ernährung von Zootieren liefern sollen. Gemeinsam mit dem Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), dem Zoo Krefeld sowie der Arbeitsgruppe Zootierbiologie der Goethe-Universität Frankfurt werden derzeit Mikrobiom-Untersuchungen bei Capybaras und Beuteltieren durchgeführt. Für die Untersuchungen stellen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoo Magdeburg Kotproben ihrer Tiere zur Verfügung. Die Proben werden anschließend genetisch analysiert, um die Zusammensetzung der im Verdauungstrakt lebenden Mikroorganismen zu erfassen. Die Probennahme erfolgt vollständig nicht-invasiv und beeinträchtigt die Tiere nicht.

Während die Untersuchungen bei den Parmawallabys Teil einer Doktorarbeit sind und dazu beitragen sollen, eine bislang nur wenig erforschte Tiergruppe besser zu verstehen, hat das Capybara-Projekt einen konkreten Anlass: In mehreren zoologischen Einrichtungen treten bei Wasserschweinen wiederholt Durchfallerkrankungen unbekannter Ursache auf. Die Analyse des Mikrobioms könnte dabei helfen, mögliche Zusammenhänge mit Ernährung, Haltung oder Umweltfaktoren aufzudecken.

„Moderne Zoos sind nicht nur Orte der Tierhaltung und Bildung, sondern auch wichtige Forschungseinrichtungen“, sagt Zoodirektor Dr. David Pruß. „Indem wir uns an solchen Projekten beteiligen, leisten wir einen Beitrag dazu, die Bedürfnisse von Tierarten noch besser zu verstehen und ihre Haltung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch ihre Verwandten in der Wildbahn können davon profitieren, denn mit dem gewonnen Wissen können Tierärzte und Ranger geschult werden.“

Die Untersuchungen finden in mehreren Zoos statt. Durch den Vergleich der Ergebnisse verschiedener Tierbestände erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse über den Einfluss von Fütterung, Haltungsbedingungen und Umweltfaktoren auf die Darmgesundheit der Tiere.

Die Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten ist Teil des Selbstverständnisses moderner, wissenschaftlich geführter Zoos. Gemeinsam mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen zoologischen Gärten trägt der Zoo Magdeburg dazu bei, Wissen über Wildtiere zu erweitern und die Grundlage für eine noch bessere Tierhaltung und den langfristigen Artenschutz zu schaffen

Über den Zoo Magdeburg

Der Zoo Magdeburg verbindet Naturerlebnis, Bildung, Forschung und internationalen Artenschutz. Als moderner wissenschaftlich geführter Zoo engagiert er sich für den Schutz bedrohter Tierarten, beteiligt sich an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen und unterstützt Artenschutzprojekte weltweit vor Ort.

Veranstaltungstipp (Auszug) im Zoo Magdeburg

• Neu: 12.09.2026:
Weinlounge-Abend beim Nashorn (zweite Auflage, nachdem die erste so gut angenommen wurde)

Pressekontakt

Zoo Magdeburg – Pressesprecherin Dipl.-Ing. Regina Jembere
Tel.: 0391 / 28090-2510
E-Mail: zoopresse@zoo-magdeburg.de

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