Die zweieinhalbjährige Nashornkuh Malia soll auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Spitzmaulnashörner in Dvur Králóve / Tschechien für Nachwuchs sorgen
Magdeburg, 23.02.2026. Im rückwärtigen Bereich des Nashornhauses laufen die Umzugsvorbereitungen für die Spitzmaulnashornkuh Malia. Seit kurzem steht ein Spezialcontainer vor der Nashornbox. „Unsere jüngste Nashornkuh Malia gewöhnt sich gerade an das kurzzeitige Transportbehältnis. Den erweiterten „Wohnbereich“ nimmt Malia gut an, sie gewöhnt sich sehr schnell an diesen Spezialcontainer“, berichtet Danny Wolff, stellvertretender Revierleiter im Zoo Magdeburg. Anfang März geht es los: Malia verlässt den Zoo Magdeburg und zieht auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Spitzmaulnashörner in den Zoo Dvur Králóve/Tschechien um.
„Spitzmaulnashörner sind stressempfindliche Tiere, die auf kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Die Vorbereitung und Durchführung dieses Transportes erfordern nicht nur Fachkompetenz, sondern auch das nötige Fingerspitzengefühl. Nashörner sind sehr vorsichtige Tiere, die nicht sehr gut sehen, dafür umso besser hören und Vibrationen wahrnehmen können. Deshalb ist es wichtig, Maliabehutsam an den Spezialcontainer für den Umzug zu gewöhnen,“ erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. Zoobesucher sollten in den nächsten Tagen noch die Chance nutzen, beim Spitzmaulnashorn vorbeizuschauen. In zwei Wochen wird Malia schon in Dvur Králóve sein. Weltweit gilt die auf Zucht und Auswilderung spezialisierte Nashornhaltung von Spitz- und Breitmaulnashörnern des Safariparks Dvur Králóve als eine der fortschrittlichsten. Die weitläufigen, naturnahen Gehege mit Schlammsuhlen und diversen Rückzugsmöglichkeiten sorgen für das Wohlbefinden der oft einzelgängerisch lebenden Spitzmaulnashörner. Malia wird sich dort sicherlich sehr wohl fühlen.
In der Natur sind Spitzmaulnashörner stark gefährdet – Schutz ist unabdingbar für die Zukunft der Rhinos
Spitzmaulnashörner sind in ihren Beständen gefährdet. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Spitzmaulnashörner engagiert sich der Zoologische Garten Magdeburg für den Arterhalt. Der Zoo Magdeburg unterstützt aber nicht nur mit Jungtieren den Ausbau einer Reservepopulation, sondern hat sich mehrfach an wissenschaftlichen Projekten der Reproduktionsmedizin beteiligt. Gemeinsam mit dem Institut für Wildtierforschung in Berlin (ITW) wurden künstliche Absamungen des Magdeburger Nashornbullens MADIBA durchgeführt und mit diesen genetisch sehr wertvollen Nashorn-Spermien Nashornkühe im Rahmen des EEP’s besamt. Der Zoo Magdeburg hat sich in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin) an wissenschaftlichen Studien zum Schutze wild lebender Spitzmaulnashörner in Namibia beteiligt.
Im Rahmen des Artenschutzes weltweit vor Ort unterstützt der Zoo Magdeburg aktuell das Artenschutzprojekt Save the Rhino jährlich mit einem mittleren mehrstelligen Betrag.
Über den Zoo Magdeburg
Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, beteiligt sich an 70 internationalen Zuchtprogrammen und unterstützt zehn Artenschutzprojekte.
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