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Der Paradieskranich: Eleganter Botschafter des Artenschutzes

Koordinierte Zusammenarbeit zwischen Zoo Dresden und Zoo Magdeburg: Paradieskranich-Pärchen zukünftig in Dresden

Magdeburg, 08.10.2026. Mit ihrem blaugrauen Gefieder, den auffallend verlängerten Armschwingen und ihrem eindrucksvollen Erscheinungsbild gehören Paradieskraniche zu den besonderen Zoobewohnern. Doch hinter ihrer eleganten Erscheinung steht eine ernste Botschaft: Der Paradieskranich ist in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gefährdet und seine Bestände gehen zurück. Im Zoo werden die Tiere deshalb nicht nur gepflegt und gezüchtet, sondern sie sind zugleich wichtige Botschafter für den Schutz ihrer Art und ihrer Lebensräume. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Paradieskranich, als gefährdet ein mit einem rückläufigen Populationstrend mit geschätzten 30.000 adulten Tiere.

Das EAZA-Ex-situ-Programm für Paradieskraniche

EAZA-Ex-situ-Programme (EEP) sind eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte Zucht. Hier werden im Rahmen des Europäischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) alle relevanten Tierdaten erfasst wie Abstammung, Geburten, Transfers, Todesfälle und Weiteres. Dies ermöglicht ein optimales Zuchtmanagement, Vermeidung von Inzucht und koordiniert die Transfers zwischen den Zoos. Mit diesem Hintergrund erfolgte gestern auch der Transfer des Paradieskranich-Paares, dessen Transfer von Magdeburg nach Dresden in enger Zusammenarbeit vorbereitet und durchgeführt wurde. Der Zoo Dresden vergrößert seine Kranich-Population und setzt seine Zuchten fort. Der Zoo Magdeburg hingegen spezialisiert sich auf die Haltung und Zucht von Kronenkranichen, die eine moderne Anlage direkt neben der Grevy-Zebraanlage bewohnen.

Ein Kranich mit außergewöhnlicher Silhouette

Lange, nach hinten herabhängende Armschwingen, die eine auffällige Schleppe bilden, prägen die außergewöhnliche Silhouette des Paradieskranichs. Mit seiner hellen Kopfplatte unterscheidet er sich stark von anderen Kranicharten. Er erreicht eine Körperhöhe von 100 bis 120 Zentimetern. Das Verbreitungsgebiet liegt fast ausschließlich in Südafrika, nur eine kleine Population lebt im Norden Namibias. Der Paradieskranich ist der Nationalvogel Südafrikas.

Sozial, aufmerksam und eindrucksvoll im Verhalten

Außerhalb der Brutzeit bilden Paradieskraniche größere Gruppen auf offenen Graslandschaften und leben gesellig zusammen. Der Familienverband und die Paarbildung ist in der Fortpflanzungszeit bedeutsam. Sie leben wie alle Kraniche lebenslänglich monogam zusammen und gelten daher in vielen Ländern als Treuesymbol. In einem Nest, welches sich versteckt am Boden befindet und aus Pflanzenmaterial gebaut ist, legen sie zwei Eier. Beide Eltern kümmern sich auch um die Jungenaufzucht. Bei zwei geschlüpften Küken kümmert sich je ein Elternteil stets um den gleichen Jungvogel- es gibt also „Mama- und Papakinder“ bei den Kranichen. Die Paradieskraniche ernähren sich von Pflanzen, Sämereien und vor allem zur Brutzeit und zur Küken-Aufzucht auch von tierischer Kost wie Insekten, Würmern und kleinen Wirbeltieren. Im Gegensatz zu unserem einheimischen Kranich sind Paradieskraniche keine Zugvögel.

Zootier des Jahres 2026 – Der Kronenkranich

Der Kronenkranich wurde von der Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum Zootier des Jahres 2026 ernannt. Er ist eine weitere charismatische Kranichart, die durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Feuchtgebieten und menschliche Eingriffe in ihre natürlichen Lebensräume zunehmend gefährdet ist. Weiterführende Informationen zur Kampagne „Zootier des Jahres 2026“ finden Sie unter: zoo-magdeburg.de/ueber-uns/zootier-des-jahres-2026/

Veranstaltungstipps (Auszug) im Zoo Magdeburg

  • 09.10.2026: Nachtsafari im Zoo
  • 26.10.-30.10.2026: Herbstferienprogramm „Artenschutzexperte“