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Welttierschutztag am 4. Oktober 2026

Wie der Zoo Magdeburg mit Bildung, internationaler Zusammenarbeit und konkretem Artenschutz zum Erhalt der Tierwelt beiträgt

Magdeburg, 1. Oktober 2026 – Hinter jedem Tier im Zoo Magdeburg steht ein ganzes Team. Tierpflegerinnen und Tierpfleger, Tierärztinnen und Tierärzte, Zoologinnen und Zoologen, Zoopädagoginnen und Zoopädagogen sowie viele weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten gemeinsam täglich daran, Tiere zu versorgen, Wissen zu vermitteln und einen Beitrag zum Schutz bedrohter Arten zu leisten. Diese Zusammenarbeit endet dabei nicht an den Grenzen des Zoos. Der Zoo Magdeburg ist Teil eines europaweiten Netzwerks von Zoos und beteiligt sich aktuell an 70 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen, unter anderem für Spitzmaulnashörner, Afrikanische Elefanten, Blaulatzaras, Sibirische Tiger und Rote Pandas.

Wissen vermitteln und zum Handeln anregen

Ein wichtiger Teil der Arbeit des Zoo-Teams ist die Zoopädagogik. Im Jahr 2025 fanden im Zoo Magdeburg mehr als 800 Führungen mit rund 6.750 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Dabei geht es nicht nur darum, Tiere und ihre Lebensweisen kennenzulernen. Die Bildungsangebote zeigen auch die Zusammenhänge zwischen Arten, ihren Lebensräumen und menschlichem Handeln auf. „Wir möchten nicht nur Wissen über Tiere vermitteln, sondern auch die Zusammenhänge zwischen Arten, ihren Lebensräumen und unserem eigenen Handeln aufzeigen. Jeder kann einen Beitrag leisten, die Biodiversität auf unseren Planeten zu erhalten“, sagt Zoopädagogin Nina Probst. Dabei kann Artenschutz auch im Alltag beginnen. Durch heimische Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon, einen bewussten Umgang mit Ressourcen, den Verzicht auf problematische Souvenirs oder die Unterstützung konkreter Artenschutzprojekte gibt es viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.

Der Zoo Magdeburg engagiert sich für den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume. Ein Beispiel ist die Partnerschaft mit dem Red Panda Network (RPN) in Nepal. Die Organisation setzt sich für den Erhalt wildlebender Roter Pandas und ihres Lebensraums ein und arbeitet dabei eng mit den lokalen Gemeinden zusammen. Unter anderem werden Waldwächter unterstützt, die die Wälder kontrollieren und zum Schutz des Lebensraums beitragen. Der Zoo Magdeburg unterstützt finaziell das Red Panda Network und damit konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort. Der Rote Panda gilt dabei als sogenannte Flaggschiff-Art und steht stellvertretend für den Schutz der artenreichen Laubwälder des Himalayas. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern zeigen, dass Artenschutz nicht abstrakt ist. Er betrifft konkrete Arten, konkrete Lebensräume und letztlich auch unsere Verantwortung als Gesellschaft“, erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D.

Finanziert werden solche Projekte unter anderem über den freiwilligen Artenschutz-Euro. Die Einnahmen fließen in konkrete Artenschutzprojekte und unterstützen damit den Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume. Über den freiwilligen Artenschutz-Euro unterstützen Besucher derzeit zehn Artenschutzprojekte.

Gemeinsam für den Schutz der Spitzmaulnashörner

Wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen zoologischen Einrichtungen ist, zeigt auch die Geschichte der im Zoo Magdeburg geborenen Spitzmaulnashornkuh Malia. Das 2023 in Magdeburg geborene Spitzmaulnashorn wechselte 2026 auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Spitzmaulnashörner in den Safari Park Dvůr Králové in Tschechien. Dort soll Malia künftig zur Zucht beitragen.

Der Safari Park Dvůr Králové verfügt über langjährige Erfahrungen im Schutz von Spitzmaulnashörnern und beteiligt sich an Projekten, bei denen in europäischen Zoos geborene Tiere für Schutzprogramme in Afrika vorbereitet und anschließend in geeignete Schutzgebiete wiederangesiedelt werden. 2019 wurden beispielsweise fünf in europäischen Zoos geborene Spitzmaulnashörner nach Rwanda transportiert und in mehreren Prozessstufen schrittweise in den Nationalpark Akagera eingewöhnt. Die dort lebenden Tiere haben inzwischen selbst Nachwuchs bekommen. Solche Projekte sind nur möglich, weil zoologische Einrichtungen ihre Expertisen und Ressourcen miteinander verbinden.

Ein Team für die Tierwelt

Für den Schutz der Tierwelt braucht es viele Menschen und unterschiedliche Kompetenzen. Die tägliche Arbeit im Zoo, die Vermittlung von Wissen, die internationale Zusammenarbeit mit anderen zoologischen Einrichtungen und das Engagement für Schutzprojekte in den natürlichen Lebensräumen greifen dabei ineinander. So wird aus vielen einzelnen Aufgaben ein gemeinsames Ziel: den Schutz der Tierwelt nicht nur sichtbar zu machen, sondern konkret zu unterstützen.

Veranstaltungstipps (Auszug) im Zoo Magdeburg

  • 09.10.2026: Nachtsafari im Zoo
  • 26.10.-30.10.2026: Herbstferienprogramm „Artenschutzexperte“