Studie zur Primatenforschung im Journal Animal Behavior and Cognition 2021 

 Für mehrere Wochen führten die Primatologinnen des Max-Planck-Institutes Leipzig, Dr. Sonja Ebel und Dr. Kathrin Susanne Kopp, Forschungen bei unserer 10-köpfigen Schimpansengruppe durch und machten dabei sehr interessante Beobachtungen zur Selbsterkennung im Spiegel. Selbsterkennung im Spiegel (engl. Mirror self-recognition, MSR) gilt als Indikator für die Selbstwahrnehmung. Standardisierte Spiegeltests zeigen überzeugende Beweise für MSR u.a. bei Schimpansen. Kathrin Kopp und Kollegen beobachteten, dass die Schimpansen mehr auf Selbsterkennung hindeutendes Verhalten mit kleinen Handspiegeln als mit großen Wandspiegeln zeigten – eine wichtige Erkenntnis für das weitere Studium der Selbstwahrnehmung von Tieren. Die gewonnenen Daten aus dem Zoo Magdeburg wurden in der jetzt veröffentlichten Studie zur Selbsterkennung im Spiegel bei Schimpansen im Journal Animal Behavior and Cognition 2021 wissenschaftlich ausgewertet. Die Forschungen des Max-Planck-Instituts Leipzig im Zoo Magdeburg werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 fortgesetzt.

Kontakt

Dr. Kathrin Susanne Kopp

Postdoctoral Researcher
Department of Comparative Cultural Psychology
Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology
Deutscher Platz 6
D-04103 Leipzig

Tel.: +49 (0) 341-3550-614
E-Mail: kathrin_kopp@eva.mpg.de

Erkenntnisse zur Fortpflanzungsbiologie von Flachlandtapiren im Zoo Magdeburg / René Driechciarz / Ellen Driechciarz

Der Flachlandtapir (Tapirus terrestris) ist in Zoos eine häufig gehaltene Tierart, aber mit unbefriedigender Reproduktion. Selbst in der Literatur ist wenig über ihre Biologie zu finden.

Der Zoo Magdeburg hält seit 1980 Flachlandtapire und kann bis zum Jahr 2018 31 Geburten von drei Weibchen verzeichnen. Es wurden 15 männliche und 16 weibliche Jungtiere geboren, von denen sechs männliche und neun weibliche aufwuchsen. Das zuletzt geborene weibliche Jungtier wurde mit der Flasche aufgezogen.

Die vollständige Analyse des Archivmaterials des Zoologischen Gartens Magdeburg ergab spezielle Ergebnisse zur Fortpflanzungsbiologie. Es werden Aussagen zur Geschlechtsreife, zum Geburtsintervall der Weibchen, zum Geburtsgewicht und zur Gewichtsentwicklung einzelner Jungtiere gemacht. Die Geburten und Partusintervalle der drei Weibchen und die Geburtsgewichte von 21 Jungtieren sind jeweils in einer Tabelle dargestellt, die Gewichtsentwicklung von drei bei ihren Müttern aufgewachsenen Jungtieren und die Gewichtsentwicklung eines mit der Flasche aufgezogenen Jungtieres werden in zwei Grafiken gezeigt.

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Auszug aus der Zoozeitschrift DER ZOOLOGISCHE GARTEN N.F. 88 (2020) 7-15, René Driechciarz und Ellen Driechciarz

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Erkenntnisse zur Fortpflanzungsbiologie von Flachlandtapiren im Zoo Magdeburg

Kontakt

E-Mail: driechciarzgulo@aol.com

Forschungsarbeit Weißrüssel-Nasenbären

Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Universität Wien führt die angehende Zoologin Britta Schnapack eine vergleichende Studie über die Haltung von Weißrüssel-Nasenbären im Zoo Magdeburg durch. Die Untersuchungen werden zeigen, ob es günstiger ist, Weißrüssel-Nasenbären als Großfamilie oder mit erwachsenen Tieren in einer Gruppe zu halten.

Schimpansen-Verhaltensforschung

Wie effizient sind die Magdeburger Schimpansen im Werkzeuggebrauch? Welche kognitiven Fähigkeiten haben individuell die Schimpansen ausgeprägt, wie intensiv ist ihr soziales Lernen untereinander? Die Doktorandin der Schottischen Universität St Andrews Frau Elisa Felsche geht in mehrwöchigen wissenschaftlichen Untersuchungen unter anderem genau diesen Fragen nach. Schimpanse Sambala ist sehr aktiv beim “Spiegeltest” dabei.