Die Schimpansenanlage mit afrikanischem Tropenhaus wurde im Juli 2014 eröffnet. Zwei Außenanlagen mit 1500 qm Fläche bieten den Schimpansen reichlich Gelegenheit, frische Luft zu schnappen. Während die volierenartig übernetzte „Winteranlage“ ganzjährig nutzbar ist, bleibt die größere, offene und durch Wasserflächen begrenzte „Sommeranlage“ während der Frostperiode für Schimpansen geschlossen. Aussichtsterrassen entlang von Schilfgürteln und Ponton-Stege gewähren Einblicke in die Anlage, an großen Sichtscheiben besteht die Möglichkeit, den Primaten von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten.

Das Tropenhaus

Das Tropenhaus für unsere nächsten Verwandten

Inmitten tropischer Vegetation unter der transparenten Hülle eines Glashauses in Kombination mit weitläufigen Außenanlagen ist viel Platz für schimpansengerechtes Miteinander. Ziel ist, eine intakte Familiengruppe mit verschiedenen Altersstufen in einer mit Kletterbäumen reich strukturierten Umwelt beobachten zu können. Auf zwei Ebenen können die Besucher das Treiben am Waldboden und in den Baumwipfeln aus nächster Nähe mitverfolgen.

Zusammen mit natürlichem Bodengrund, nachgebildeten Termitenhügeln und Futterautomaten erfahren die geistig hochentwickelten Tiere vielfältige, stets wechselnde Reize. Dem komplizierten Sozialsystem Rechnung tragend, kann der Schaubereich in zwei separate Innenanlagen aufgeteilt werden. So können sich die Gruppenmitglieder bei Bedarf aus dem Weg gehen und Abstand halten, um soziale Spannungen zu reduzieren.

Die Mitbewohner

Im Schimpansenhaus leben weitere Bewohner des westafrikanischen Regenwaldes. In einer zweiteiligen Beckenanlage mit Unterwassereinsicht werden Stumpfkrokodile gezeigt. Diese kleinere, paarweise lebende Krokodilart wird im Rahmen eines Zuchtbuches (ESB) in den europäischen Zoos koordiniert vermehrt. Teils mit den Krokodilen, teils im eigenen Urwaldaquarium haben zudem verschiedene afrikanische Fischarten eine neue Heimat in Magdeburg gefunden.