Auf den Spuren des Luchses
Vor unserer Haustür – im Harz – konnte der Luchs durch ein Wiederansiedlungs-projekt etabliert werden. Seit 2002 kommen dort regelmäßig Luchse zur Welt und der Bestand entwickelt sich positiv. Die Förderung der genetischen Diversität steht im Fokus, ebenso wie weitere Ansiedlung und Vernetzung von Tieren in anderen Regionen Deutschlands.
Nachwuchs des Magdeburger Luchs Viorel ausgewildert in Baden-Württemberg
Das Magdeburger Luchspärchen, Sedmicka und Viorel, bekam im Zoo Magdeburg reichlich Nachwuchs: insgesamt zwölf Jungtiere. Nachdem Sedmicka im Mai 2023 verstarb, sollte Viorel weiter für Nachwuchs sorgen und wurde mit dem Karlsruher Luchsweibchen Eva verpaart. Die europaweit geführte Gen-Bank für Luchse – die maßgeblich Zoo-Daten der Kartierung der Genetik der Luchse enthält – wies eine genetisch ideale Kombination für weiteren Luchsnachwuchs für dieses Pärchen aus. Schon im Juli 2024 kamen zwei männliche Jungtiere zur Welt namens Max und Moritz. Beide wurde 2025 im Koordinationsgehege im Tierpark Oberwald auf die Auswilderung vorbereitet. Eine Erfolgsgeschichte für den Artenschutz vor der Haustür begann: Nachdem sie einen Verhaltenscheck bestanden und an Gewicht ausreichend zugenommen hatten, konnten beide Jungtiere getrennt voneinander im August und September 2025 ausgewildert werden. Viorel ist auch der Vater von zwei weiteren Jungtieren im Zoo Karlsruhe, die im Mai 2025 geboren wurden. Das Zooteam in Magdeburg drückt fest die Daumen, das Viorel für weiteren Nachwuchs sorgen wird.
Regelmäßiger Luchs-Nachwuchs im Zoo Magdeburg
Ein Blick auf den Magdeburger Luchs-Nachwuchs: Der Zoo Magdeburg hat bei der Luchszucht eine langjährige Tradition. Schon 1954 gehörte ein Luchs namens Felix zum Tierbestand. Felix kam aus dem Moskauer Zuchtzentrum, entpuppte sich als Weibchen und erhielt den Namen Lixi. Ein weiterer Versuch für das partnerlose Luchsweibchen Lixi ein passendes Männchen zu finden schlug 1959 fehl, denn es kam wieder ein weiblicher Luchs aus der damaligen Sowjetunion. Zur gleichen Zeit hatte der Zoologische Garten Frankfurt am Main ein ähnliches Problem, denn dort waren zwei männliche Luchse der „Zucht-Hinderungsgrund“. Mit dem dortigen Direktor Prof. Dr. Grzimek wurde der Austausch vereinbart, und schließlich konnte sowohl in Magdeburg als auch in Frankfurt am Main mit der Luchszucht begonnen werden.
Mit wenigen Zuchtunterbrechungen gab es fast jährlich Nachwuchs bei den Nordluchsen. Insgesamt wuchsen bei den Nordluchsen 29 Jungtiere erfolgreich in Magdeburg auf. Seit 2008 hat der Zoo Magdeburg den Karpatenluchs im Tierbestand. Der Karpatenluchs ist wie der Nordluchs eine Unterart des Eurasischen Luchses. Innerhalb der europäischen Zoodachverbandes EAZA werden beide Unterarten gefördert. 2010 erhielt die Karpatenluchs-Familie erstmals Zuwachs – ein Jungtier. Inzwischen wuchsen 24 Jungtiere bei den Karpatenluchsen im Zoo Magdeburg auf, die inzwischen im Rahmen des Aufbaus einer stabilen Reservepopulationen an andere, akkreditierte Einrichtungen abgegeben wurden. Der Zoo Magdeburg ist am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für den Karpatenluchs beteiligt.
Veranstaltungstipps März (Auszug) im Zoo Magdeburg
- 02.03.2026: Vortrag im Zoo: Schneeleopardenschutz im Schatten der sozialen Medien, Referent: Khalil Karimov
- 13.03.026: Kulinarischer Winterspaziergang
- 20.03.2026: Nacht-Safari
Pressekontakt
Zoo Magdeburg – Pressesprecherin
Dipl.-Ing. Regina Jembere
Tel.: 0391 / 28090-2510
E-Mail: zoopresse@zoo-magdeburg.de
Weitere Informationen und Bildmaterial:
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