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„Jugend forscht“: Auf Augenhöhe mit den Galapagos-Riesenschildkröten

Jugend forscht AG Norbertusgymnasium mit Lehrerin Coletta Markefka-Stuch & Zoopädagoge Stephan Worm Zoo Magdeburg
Jugend forscht AG Norbertusgymnasium mit Lehrerin Coletta Markefka-Stuch & Zoopädagoge Stephan Worm Zoo Magdeburg

Galapagos-Riesenschildkröten gehören zu den größten Landschildkröten der Welt. Der Zoo Magdeburg hat drei dieser urtümlichen Tiere aus dem Zoo Zürich erhalten. Seitdem beobachten nicht nur Besucher gern die gepanzerten Giganten, sie begeistern drei Jungforscher aus dem Norbertusgymnasium in Magdeburg. Gemeinsam mit ihrer Biologielehrerin Coletta Markefka-Stuch und dem Zoopädagogen Stephan Worm entsteht die Idee, im Rahmen der „Jugend forscht AG“ des Norbertusgymnasiums am „Jugend forscht-Landeswettbewerb Sachsen-Anhalt 2024″ mit einem tierischen Projekt teilzunehmen.

Werden Galapagos-Riesenschildkröten aktiver bei bestimmten Formen der Tierbeschäftigung (Enrichment)? Gibt es dabei Veränderungen in der Raumnutzung des Terrariums? Diesen Fragen gingen im Zoo die engagierten Schüler Nils Maiwald, Jannick Dietz, Hendrik Ulbrich akribisch nach. Die Jungforscher reichen ihr Projekt „Auf Augenhöhe mit den Galapagos-Riesenschildkröten“ beim landesweiten Wettbewerb der Juniorsparte von „Jugend forscht“ in der Kategorie „Schüler experimentieren“ im Januar 2024 ein.

Zum Projekt: Zweimal wöchentlich kamen die Schüler in den Zoo und führten Verhaltensbeobachtungen bei den Riesenschildkröten im Tapirhaus durch. Sie erfassten eine Stunde lang Daten direkt an der Tieranlage. Nach der Focal-Sampling Methode beobachtete jeder Schüler nur eine ausgewählte Schildkröte. Alle zwei Minuten notierten die Schüler das aktuelle Verhalten der Schildkröte. Zu Beginn der Verhaltungsbeobachtungen wurde für zwei Wochen das Verhalten der Schildkröten ohne Einfluss von Enrichment aufgenommen. Im zweiten Untersuchungsabschnitt wurde Enrichment in Form eines Futterspielzeugs in das Terrarium eingebracht. Sie nutzen dabei einen Futterball aus Naturkautschuk im Durchmesser von 14 Zentimetern und füllten diesen mit Eisbergsalat. Der Gedanke dahinter war herauszufinden, ob die Schildkröten diese Art Enrichment annehmen und dadurch eine höhere Aktivität zeigen, Änderungen in der Nutzung der Flächen ihres Terrariums auftreten. „Aus den Ergebnissen können Rückschlüsse auf die Haltung der Galapagos-Riesenschildkröten gezogen werden, um diese entsprechend weiter anzupassen. Mit viel Ausdauer und Engagement haben die drei Jungforscher bei uns im Zoo die Tiere beobachtet, Daten erhoben und ausgewertet und abschließend in einer schriftlichen Projektarbeit dokumentiert. Wir sind gespannt auf den Ausgang des Landeswettbewerbes „Jugend forscht“ in diesem Jahr und drücken dem Jungforscher-Team ganz fest die Daumen“, freut sich Zoopädagoge Stephan Worm.

Die Galapagos-Riesenschildkröten in Zoos sind wichtige Botschafter für den empfindlichen Archipel und seine tierischen Bewohner. Der Zoo Magdeburg leistet mit seiner Haltung einen Beitrag für den Arterhalt dieser stark bedrohten Tiere.

Weiterführende Informationen: https://www.jugend-forscht.de/teilnahme.html

Steckbrief Galapagos-Riesenschildkröte

Größe

Geschwindigkeit

 

100-130 cm

bis 0,5 km/h

Gewichtbis zu 280 kg schwer
LebensdauerÜber 150 Jahre
NahrungGräser, Kräuter, Früchte, Kakteen

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