Presse

Aktuelle Pressemeldungen

So geht es weiter mit der Elefantenhaltung in Magdeburg

Afrikanische Elefantenkuh Sweni kommt nach Magdeburg_Vanessa Hagedorn/Zoo Wuppertal
Afrikanische Elefantenkuh Sweni kommt nach Magdeburg_Vanessa Hagedorn/Zoo Wuppertal

Eine Partnerin für den Elefantenbullen Kando

Auf Empfehlung des EAZA Ex-situ Programms (EEP) für Afrikanische Elefanten hat der Zoo Magdeburg in den letzten zwei Jahren drei herangewachsene Elefantenbullen an andere Zoos abgegeben. Mit der Haltung der Jungbullen seit 2017 hatte der Zoo Magdeburg einen wichtigen Beitrag zum Erhaltungszuchtprogramm geleistet. Auch im natürlichen Lebensraum leben Jungbullen zeitweise in lockeren Verbänden zusammen, die sich mit der Zeit wieder auflösen. Der Zoo Magdeburg ist nun mit der letzten Abgabe eines Jungbullen, des Elefanten „Uli“, einen weiteren Schritt gegangen auf dem Weg zum Zuchtstandort für Afrikanische Elefanten. „Es war eine spannende Zeit mit den Jungbullen mit viel Action, die wir in bester Erinnerung behalten werden. Wir freuen uns aber auch sehr auf die Chance, Elefantennachwuchs im Zoo Magdeburg zu haben“, resümiert Michael Deicke, Revierleiter vom Elefantenbereich. Bis in Magdeburg das erste Elefantenkalb geboren wird, braucht es noch etwas Geduld. Die lange Tragzeit von 22 Monaten lässt Erwartungen auf einen kleinen Elefanten frühestens für 2027/2028 zu.

Der Zoo hat fast 64 Jahre Erfahrungen in der Elefantenhaltung. Der erste Elefant im Zoo Magdeburg war die Asiatische Elefantenkuh Sonja. Sie traf am 7. Oktober 1960 – der Tag der Republik – im Zoo ein. Über Jahrzehnte war in Magdeburg nur die Haltung von Elefantenkühen möglich. Für die aus den Jahren 1967/68 stammende Elefantenanlage wurden zeitweilig Ausnahmegenehmigungen für die Haltung erteilt, bevor eine neue Elefantenanlage 2017 fertiggestellt war. Damit wurde die Elefantenhaltung in Magdeburg „auf neue Füße“ gestellt. Die Elefantenkühe Birma und Mwana zogen zuerst in die neue Anlage ein. Es folgte der Einzug von vier Elefantenbullen. Sie bildeten die größte Jungbullenherde Europas. Aktuell leben im Elefantenhaus der 16-jährige Elefantenbulle Kando und die 42-jährige Elefantenkuh Mwana. Sie sollen aber nicht allein bleiben: Das EAZA Ex-situ Programm (EEP) für Afrikanische Elefanten und der Zoo Magdeburg planen aktuell den Transfer der Elefantenkuh Sweni nach Magdeburg. Sie markiert zusammen mit Kando den Beginn des Aufbaus einer Familiengruppe. Für das EAZA Ex-situ Programm (EEP) für Afrikanische Elefanten ist die Etablierung eines weiteren Zuchtstandorts wichtig für das Populationsmanagement. In Magdeburg gibt es exzellente Standortvorteile: qualifizierte Elefantenpfleger, eine ausbaufähige Elefantenanlage, genetisch gut geeignete Tiere, langjährige Expertise in der Elefantenhaltung und ein sehr motiviertes Zoo-Team.

Die neue Elefantenkuh Sweni ist 30 Jahre alt und lebt derzeit in der Wuppertaler Elefantenherde. Im Mai dieses Jahres wird Sweni nach Magdeburg umziehen. Sweni ist eine erfahrene Elefantenkuh. Drei Jungtiere hat sie bereits aufgezogen – ihren letzten Sprössling Tsavo brachte sie im März 2020 zur Welt.Das Magdeburger Zoo-Team hofft, das sich die 42-jährige Elefantenkuh Mwana an ihre neue Mitbewohnerin gewöhnt. Was wird aus Mwana? „Mwana bleibt in Magdeburg“, erklärt Zoogeschäftsführer Dirk Wilke.

Daten zur neuen Elefantenkuh Sweni

  • geboren 1993 im Kruger Nationalpark/Südafrika,
    seit 2.8.1995 lebt Sweni im Grünen Zoo Wuppertal
  • Charakter: erfahrene, mehrfache Mutter
  • Erscheinung: schmaler Kopf, kurze dicke Stoßzähne, Gewicht am 19.01.2024: 3.322 Kilogramm
  • Nachzuchten:

06.03.2020: Tsavo
14.08.2014: Jogi
13.01.2008: Tamo

Hintergrundinformation:

– Der Afrikanische Elefantenbulle Kando, geboren am 20.05.2007 im Tierpark Berlin, lebt seit dem 12.07.2018 im Zoo Magdeburg. Er ist für die Zucht vorgesehen.

– Die Afrikanische Elefantenkuh Mwana, geboren 1982 in Simbabwe, lebt seit Dezember 1983 im Zoo Magdeburg.

– Als Neuzugang im Mai 2024 erwartet: Die Afrikanische Elefantenkuh Sweni, geboren 1993 im Kruger Nationalpark/Südafrika, kam als Wildfang 1995 in den Zoo Wuppertal.

Pressebilder