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Neuzugang mit 30.000 Stacheln: Neuer Partner für Baumstachler Trixie

Neuzugang: Baumstachler Erwin / Michael Kerlin
Neuzugang: Baumstachler Erwin / Michael Kerlin

Zusammengerollt wie eine stachlige Kugel, faultierartig langsam bewegend oder als hervorragender Kletterer auf Bäumen präsentiert sich der neueste Zugang im Zoo Magdeburg. „Es ist ein Baumstachler namens Erwin, der aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck nach Magdeburg gekommen ist, um mit unserem Baumstachler-Weibchen Trixie die Zucht fortzusetzen. Trixie lebte kurzzeitig mit ihrem jüngsten Nachwuchs Trude allein, da ihr Partner Borstel im hohen Alter von 17 Jahren verstarb. Baumstachler – auch Ursons genannt – werden nicht häufig in den deutschen Zoos gehalten und entsprechend selten sind auch die Zuchterfolge“, erklärt Felix Husemann, Kurator und Tierarzt des Zoo Magdeburg. Seit 1997 gehört der Baumstachler zum Tierbestand des Magdeburger Zoos. Seit 2003 gibt es regelmäßige Zuchterfolge bei dieser Nagetierart – insgesamt neun Jungtiere waren es bisher. Auf Grund ihres außergewöhnlichen Aussehens sind sie bei den Besuchern besonders beliebt. Im Zoo Magdeburg bewohnen die Baumstachler mit den Schwarzschwanz-Präriehunden eine gemeinsame Anlage neben dem Tapirhaus. Beide Tierarten leben im gleichen Verbreitungsgebiet, bewohnen aber unterschiedliche „Stockwerke“. Wuseln die Präriehunde nicht auf der Anlage umher, sondern halten sich in ihren unterirdischen Bereichen auf, dann können die Besucher die putzigen Baumstachler, oftmals auf den Bäumen liegend und kletternd beobachten.

Erwachsene Baumstachler haben etwa ein Gewicht von 8 bis 10 Kilogramm. Das Markenzeichen dieser etwas plump erscheinenden Nagetiere sind ihre Stacheln. Sie tragen teilweise verdeckte Stacheln im langborstigen, braunen Fell mit dichter, isolierender Unterwolle. Der Schwanz ist dicht und kurz bestachelt. Muss sich ein Urson verteidigen, setzt er seine bis zu 30.000 Stacheln ein, die mit ihren winzigen Widerhaken in der Haut des Angreifers stecken bleiben und dort gefährliche Entzündungen hervorrufen können. In ihrem natürlichen Lebensraum – in den Wäldern von Mexiko bis Alaska – verbringen die Ursons den Großteil ihres Lebens auf Bäumen.

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