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Aufzucht Brillenpinguin-Küken in Menschenhand

Annett Schwabe zieht Brillenpinguin auf_Zoo Magdeburg
Annett Schwabe zieht Brillenpinguin auf_Zoo Magdeburg

Ein Brillenpinguin-Küken hatte keinen einfachen Start ins Leben. Durch die langanhaltenden Nachtfröste hat das Pinguinpärchen das Nest verlassen, das Ei wurde von den Tierpflegern gerettet und in den Brüter verbracht. Es schlüpfte am 20. Januar 2026 im Brutkasten und wird aktuell von der Revierleiterin Annett Schwabe und ihrem Team aufgezogen. Bei der Tierarzt-Visite am 20.02.2026 wog das Brillenpinguin-Küken 875 Gramm – es hatte sein Geburtsgewicht mehr als verzehnfacht. Der Gesundheitszustand ist ausgezeichnet: Der Jungvogel ist vital, altersgerecht entwickelt und zeigt ein sehr gutes Allgemeinbefinden.

Seinen Artgenossen im südlichen Afrika hingegen stehen rasant am Abgrund des Aussterbens und kämpfen ums Überleben. Die Brillenpinguin-Population ist in den vergangenen drei Jahrzehnten um rund 80 Prozent eingebrochen auf 19.800 Brillenpinguine (Quelle: IUCN-Redlist, 4.7.2024). Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stufte diese Tierart im Jahr 2024 vom Bedrohungsstatus stark gefährdet auf vom Aussterben bedroht hoch. Der Zoo Magdeburg unterstützt mit einem Teil der Einnahmen aus dem Artenschutz-Euro die gemeinnützige Organisation SANCCOB (Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds) deren Hauptziel darin besteht, den Rückgang der Seevogelpopulationen, vor allem der Brillenpinguine, umzukehren. mehr erfahren